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Abenteuer zweite Liga beginnt
ASCHERSLEBEN/MZ. Der Saisonauftakt in der zweiten Handball-Bundesliga beschert dem HC Aschersleben mit dem TV Emsdetten gleich einen Meisterschaftsfavoriten. Die Partie beginnt am Sonnabend 19 Uhr in der Ballhaus-Arena.

Der Auftaktgegner verpasste in der vergangenen Saison nur hauchdünn den Aufstieg in die erste Liga. Nur dem TSV Dormagen musste der TV den Vortritt lassen. Nicht nur aus diesem Grund ist das Team von Trainer Patrekur Johannesson einer der heißen Aufstiegskandidaten. Denn die Münsterländer haben sich noch verstärkt. Neben dem neuen Trainer wurden mit Fannar Fridgeirsson, Andrej Kurchev, Uros Lazarevic und Jeff Boomhouwer weitere Neuzänge präsentiert. Und mit Lutz Wesseling und Luis Kamp klopfen zwei A-Jugendspieler an die Tür der ersten Mannschaft.

Wie stark Emsdetten ist, zeigt ein 30:27-Erfolg in der Vorbereitung gegen den Bundesligisten HSG Ahlen-Hamm. In der ersten Runde des DHB-Pokals in Neuruppin tat sich das Team zwar schwer, kam aber eine Runde weiter. Wobei einige Spieler verletzungsbedingt fehlten.

Der Gegner am Sonnabend spielt stark in der Abwehr und agiert oft mit einer 5:1-Deckung. Dahinter steht mit Hreidar Gudmundsson ein sehr guter Torwart. Und im Angriff harmonieren Neuzugang Fridgeirsson und Elvir Selmanovic schon gut zusammen.

Bei den Alligators lief es in den letzten Vorbereitungsspielen nicht so nach Wunsch. Vor allem fehlte es gegen vermeintlich schwächere Kontrahenten an der Motivation. "Die wird aber gegen Emsdetten mit Sicherheit da sein", blickt Trainer Dimitri Filippov auf den Saisonauftakt.

"Wir müssen das Spiel professionell angehen und brauchen einen guten Tag, sonst kann es auch passieren, dass wir unter die Räder kommen", sieht Co-Trainer Frank Seifert das Spiel am Sonnabend. Seifert sieht bei dem schweren Auftaktprogramm auch die Gefahr eines Fehlstarts. "Das hinterlässt natürlich Spuren. Das haben wir bei unserem ersten Regionalligaaufstieg gemerkt." Dennoch sieht er keinen Druck auf der Mannschaft. "Sollten wir die Klasse halten, wäre das eine Sensation. Deshalb können wir ohne Druck aufspielen. Vielleicht ist das ja auch ein Vorteil", so Seifert.

Was das Leistungsvermögen anbetrifft, dürften die Alligators noch nicht bei 100 Prozent sein. Die beiden Serben konnten erst nach vier Wochen in die Vorbereitung einsteigen. Ihre Integration in das System ist noch nicht abgeschlossen, was sich im Zusammenspiel zeigt. Dagegen sieht er die Truppe konditionell voll auf der Höhe. "Auch die Stimmung ist prima", betont Seifert.

Personell ist beim HCA zum Auftakt alles an Deck. Auch Enrico Lampe kann nach seinem Nasenbeinbruch spielen, wenn auch mit Gesichtsmaske. Konditionelle Sonderschichten schiebt derzeit noch Ilja Ladygin. Er trainiert zweimal am Tag, wird am Sonnabend allerdings noch nicht zum Einsatz kommen. "Die Spieler sind heiß auf die zweite Bundesliga. Das wollen sie morgen auch zeigen", ist sich Frank Seifert sicher.

(FOTO: GEHRMANN) (Artikel: THORSTEN KÖHLER)
ics am August 27 2010 09:31:18 · Drucken
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