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Ein Hitchcock mit bösem Ende
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

Der HC Aschersleben verliert das entscheidende letzte Spiel gegen Zwickau in letzter Sekunde. Der Abstieg in Liga fünf ist damit fast besiegelt.

Trauriger und leerer Blick: Sven Petersohn.
(BILD: THOMAS TOBIS)


ASCHERSLEBEN/MZ - Es gibt Spiele, die lassen sich mit einem Wort beschreiben. Dann gibt es welche, da benötigt man schon einige mehr. Doch dann gibt es allerdings auch Spiele, über die man mehrere Seiten verfassen könnte. Das Duell zwischen dem HC Aschersleben und dem Zwickauer HC Grubenlampe gehört in diese Kategorie. Was sich am Samstagabend in der Ballhaus-Arena abspielte, ist mit einem Wort wie dramatisch viel zu milde beschrieben.
Es war ein 60-minütiger Thriller. Eine Art Alfred Hitchcock-Film. Mit einem bösen Ende für den HC Aschersleben.

„Woher die vier Sekunden?“
Die Alligators verloren am Ende mit 34:35. Der Abstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga ist dadurch zwar noch nicht endgültig besiegelt, aber auch nicht weit entfernt.
Dabei sah es wenige Augenblicke vor Schluss danach aus, als würde das intensive Schauspiel am Samstagabend ein Happy-End für den HC Aschersleben haben. Sechs Sekunden waren noch auf der Uhr, Zwickau führte mit 34:33, es gab Siebenmeter für die Krokodile. Carsten Kommoß trat an. Die komplette Halle wurde still. Alle Augen waren auf den 34-jährigen Rechtsaußen gerichtet. Und Kommoß? Der blieb cool. Ausgleich, die vermeintliche Rettung.
Zwickau wollte aber die letzte Chance wahren und versuchte das Spiel schnell fortzusetzen. Steven Mack fing allerdings den Ball noch vor dem Anwurf ab. Die Emotionen kochten über. Eine Rudelbildung und zwei Rote Karten später schien der Plan aufzugehen. Auf der Anzeigetafel im Ballhaus stand der Spielstand von 34:34. Bei 59:59 gespielten Minuten. Die HCA-Fans waren sich sicher: Innerhalb einer Sekunde ist es unmöglich vom Mittelpunkt ein Tor zu erzielen. Erster Jubel setzte ein. Verfrüht.
Denn vor dem Zeitnehmer-Tisch entwickelte sich Hektik. Mittendrin: Die Schiedsrichter. Sie entschieden, dass die restliche Spielzeit nicht nur eine Sekunde, sondern vier beträgt.
Dimitri Filippov fand das ungerecht. Immer wieder fragte er am Sonntag: „Woher haben die Schiedsrichter die vier Sekunden genommen?“ Der Trainer des HC Aschersleben wollte das, was dann passierte, noch immer nicht wahrhaben. Denn Zwickaus Adam Krejcirik traf tatsächlich in der letzten Sekunde noch zum 35:34.

Viele Minuten nach dem Abpfiff noch konsterniert: Die HCA-Fans.
(BILD: THOMAS TOBIS)


Fassungslosigkeit auf der einen Seite, grenzenloser Jubel auf der anderen. Wie es jemandem am Tag nach so einem Spiel geht? Dimitri Filippov redete nicht lange um den heißen Brei herum. „Natürlich beschissen“, meinte er. Es war für alle Beteiligten die wohl härteste aller Niederlagen. Schon beim Zuschauen wirkten die letzten sechs Sekunden der Saison unreal.
Wie sich so etwas dann wohl erst auf dem Feld anfühlt? „Als wärst du irgendwo außerhalb“, sagte Erik Straßburger nach der Partie. Der Kreisläufer ist ein Mann der ehrlichen Worte. Er scheut sich auch nicht, kritische Aussagen zu tätigen. So auch am Samstagabend. „So wie wir hier heute aufgetreten sind, hat Zwickau nicht unverdient gewonnen“, meinte Straßburger.
„Wir können jetzt zwar mit den Schiris hadern“, erklärte der 25-Jährige, „aber wir haben es selber nicht besser gemacht.“ Erik Straßburgers Augen waren leer. „Sich so ein Eingeständnis machen zu müssen, ist bitter.“ In der Tat konnte Aschersleben gegen Zwickau nie an die starken Leistungen der Vorwochen anknüpfen.

Ein kleiner Restfunken
Vor allem in der Abwehr. 35 Gegentore sind, ohne groß zu überlegen, zu viel. Doch woran es lag? „Ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht“, gab Trainer Filippov zu. Die Alligators spielten vier verschiedene Deckungsvarianten. Mit keiner fanden sie richtigen Zugriff auf die ZHC-Offensive.
„Wir haben sechs Leistungsträger in der Abwehr, von denen heute keiner Leistungsträger war“, erzählte Erik Straßburger, der sich in diese Auswahl mit einbezog. „Und wenn dir dann die Schlagwürfe hintereinander um die Ohren fliegen, ist das demotivierend.“
Zwickau erzielte viele leichte Tore, der HCA dagegen musste sich aufreiben. Die 18:16-Halbzeitführung für die Gäste war verdient. Und auch im zweiten Abschnitt wurde das Spiel der Krokodile nur bedingt besser. Das am Ende gerade einmal sechs Sekunden über eine ganze Saison entscheiden, ist nur bittere Spitze des Eisbergs namens Abstieg.
Doch es gibt noch den kleinen Restfunken Hoffnung: Die Drittliga-Relegation mit der HG 85 Köthen. Erik Straßburger sprach auch darüber ehrlich. „Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr“, sagte er. Sein Blick war leer. „Ich möchte es aber auch noch nicht glauben.“ (mz)
wildalligator am Mai 11 2015 12:49:34 · 0 Kommentare · 1353 gelesen · Drucken
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