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Ein angenehmer Kerl, der Eric Straßburger
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

Kompromisslose Abwehr, eine extrovertierte Art, unverblümte Sicht der Dinge: der Handballer Eric Straßburger polarisiert - sieht das aber selbst gar nicht so.

ASCHERSLEBEN/MZ - Es ist dieser Moment, in dem Eric Straßburger wieder ganz in seinem Element ist. Er erinnert sich: An den vergangenen Samstagabend, an die 32:37-Niederlage in Calbe. „Ich weiß immer noch nicht, was da los war. Da waren wir ja wirklich alle schlecht“, sagt er. „Gut, Nemanja (Gojkovic; Anm. d. Red.) hat vorne ein paar Tore geworfen, aber in der Abwehr stand er auch wie ein Windfähnchen.“ Aussagen wie diese sind typisch für den Kreisläufer des HC Aschersleben. Er meint es nicht böse. Straßburger ist einfach niemand, der gestelzt daherredet. Er findet klare Worte - immer. „Es bringt ja auch nichts, etwas zu beschönigen. Das wäre in meinen Augen ein großer Fehler“, erklärt er.

Eric Straßburger ist ein Mann der klaren Worte. Und noch dazu ein Leistungsträger des HC Aschersleben.
(BILD: THOMAS TOBIS)

„Es ist ja kein dummes Geschwätz“
Seine unverblümte Art, gepaart mit seiner kompromisslosen Spielweise, zu der er selbst sagt: „Ich versuche, innerhalb der Regeln, eine gewisse Härte an den Tag zu legen“, und sein teils extrovertiertes Auftreten auf der Platte, lassen die These entstehen: Eric Straßburger ist ein Handballer, der polarisiert. „Das finde ich eigentlich nicht.“ Er lächelt: „Ich spiele ja nicht unfair und bin doch ein recht angenehmer Kerl.
“In den Hallen der Mitteldeutschen Oberliga herrscht diese Meinung vielleicht nicht immer vor. Es ist nicht selten, dass sich Straßburger den Unmut der gegnerischen Anhänger zuzieht. „Ja, das ist halt so“, sagt er lapidar, „ich habe den Unmut dann sicherlich auch verdient.“ Motiviert ihn so etwas noch zusätzlich? „Man hört das, aber mir ist es egal“, sagt der 25-Jährige. „Aber es spornt vielleicht die anderen an.“ Denn: „Manchmal sind wir eine zu liebe Mannschaft. Und kriegen eher wegen dummer Aktionen Zwei-Minuten-Strafen.“
Direkte Aussagen wie diese könnten auch falsch verstanden werden. Eric Straßburger befürchtet das nicht. „Und wenn jemand ein Problem hat, dann kann er zu mir kommen“, meint er. „Es ist ja auch kein dummes Geschwätz.“ Es ist einfach seine Art. „Ich arbeite nicht darauf hin: Heute sage ich das, morgen das.“ Sich ab und an mal die Meinung geigen, gehört für Straßburger einfach dazu: „Wir gehen hier alle sehr ehrlich miteinander um. Die Führungsspieler sprechen bestimmte Sachen auch deutlich an.“ Zu dieser Riege zählt mittlerweile auch der Mann, der so gut wie immer Vollbart trägt.
Doch Eric Straßburger und Handball - das war nicht immer eine so passende Symbiose wie aktuell. Bis 2008 wurde der gebürtige Hallenser beim ehemaligen Bundesligisten Concordia Delitzsch ausgebildet. „Doch in Delitzsch“, sagt er, „hat sich dann keiner mehr richtig gekümmert.“ Dazu kamen Rückenprobleme aufgrund einer Wachstumskrankheit. „Und ich habe auch gemerkt, dass ich den Handball nicht unbedingt brauche.“
Straßburger ging konsequent seinen Weg. Er hing die Schuhe an den Nagel. Bis er schließlich im Kreise der Polizeiauswahl mal wieder einen Ball in den Händen hielt. „Dort wurde ich dann überzeugt, wieder anzufangen.“ Drei Jahre ist das mittlerweile her. Nach der Station HSV Haldensleben kam er im Sommer 2014 zum HC Aschersleben.

Problemspiel für den HCA?
Mit diesem empfängt er am Sonntag (16 Uhr) im Ballhaus den HV Rot-Weiß Staßfurt. Nicht das einzige Derby für die Krokodile in der Mitteldeutschen Oberliga. Doch vielleicht die Mutter aller Derbys. „Wer bei so einem Spiel nicht emotional ist“, sagt Straßburger, „hat die ganze Sache nicht verstanden.“ Er erwartet ein umkämpftes Spiel. Staßfurt hat einige Spieler, die „keine Kinder von Traurigkeit“ sind, wie der Kreisläufer weiß. So wie er selbst. Es ist eines dieser Spiele, wie geschaffen für Eric Straßburger. „Mit diesen Spielen hat der HC Aschersleben aber meist ein Problem. Generell mit Mannschaften, die zupacken“, erklärt er. „Wir können aber auch jede Mannschaft in dieser Liga im Griff haben.“ Es erinnert ihn schließlich noch einmal an Calbe. „Das macht es nur noch schlimmer.“
Eins lässt Straßburger aber keine Ruhe. „Warum soll ich eigentlich ein Handballer sein, der polarisiert?“, fragt er. Die Erklärung ist einfach: Die kompromisslose Spielweise gepaart mit der unverblümten Sicht der Dinge. Und dieser einen Fähigkeit, der man im Kader des HC Aschersleben sonst vielleicht nur Alexander Weber zuschreiben kann. Eric Straßburger kann seine Mannschaft mit wenigen einzelnen Aktionen mitreißen. „Wow, das ist ein schönes Kompliment“, sagt er und bedankt sich fast überschwänglich. Einfach ein angenehmer Kerl. (mz)
wildalligator am Oktober 15 2015 12:09:37 · 0 Kommentare · 954 gelesen · Drucken
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