+++++ Alligators mit Punktgewinn in Delitzsch +++++ NHV Concordia Delitzsch vs. HCA 23:23 (13:14) +++++ Starker Gudonis zwischen den Pfosten +++++ Sascha Berends mit 6 Treffern bester Torschütze +++++
Nur noch

;
Navigation
Startseite
Tabelle
Sponsoren
Monatsangebot
1.Herren
2.Herren
B-Jugend
C-Jugend
D-Jugend
E-Jugend
Minis F-Jugend
MITMACHEN

Hallenanfahrt
Eintrittspreise
News Archiv
WebLinks
Fotogalerie
Videos

facebook
KLUBKASSE
Impressum
Login
Username

Passwort



Noch kein Mitglied?
Klicke hier um dich zu registrieren.

Passwort vergessen?
Fordere Hier ein neues an
Ein guter Junge
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

Svajunas Kairis kehrt mit Köthen nach Aschersleben zurück.

ASCHERSLEBEN/MZ - Es ist Dienstagabend, das Spiel gegen die HG 85 Köthen rückt immer näher. Es wird zum Thema nach dem Training des HC Aschersleben. Warum auch nicht: Es ist das Spitzenspiel, ein Derby. Und man kennt sich.

Eine kleine Zeitreise: Svajunas Kairis im Jahr 2011 im Trikot des HC Aschersleben.
Foto: Gehrmann/Bösener


Doch das alles ist nicht Teil der Diskussion. Es geht nur um einen Spieler: Svajunas Kairis. Der Köthener, der zuvor in Aschersleben gespielt hat. Eine Anekdote reiht sich dabei an die andere, es entsteht schließlich eine Art kleiner Heldenmythos: vom unverwüstlichen Kairis. Ob mit knapp 40 Grad Fieber oder einem maladen Knie, er wollte immer spielen, sich in den Dienst der Mannschaft stellen. So sei „Svaj“ aber schon immer gewesen, sagen sie. „Sobald er auf dem Parkett stand, hat er 150 Prozent gegeben“, sagt sein ehemaliger Trainer Dmitri Filippov: „Ein guter Junge.“ Filippov hat Kairis 2009 nach Aschersleben geholt, sie sind 2010 zusammen in die zweite Liga aufgestiegen. Filippov spricht von einer schönen Zeit.

Der immer freundliche Mensch
Am Samstagabend (19 Uhr, Ballhaus-Arena) kehrt Svajunas Kairis zum ersten Mal nach seinem Wechsel zur HG 85 Köthen (im Sommer 2012) nach Aschersleben zurück. Er freut sich drauf. „Das ist etwas besonderes“, sagt er. Das Spiel gegen den ehemaligen Verein, klar. Aber das ist es gar nicht, worauf sich der Litauer am meisten freut. Immer und immer wieder sagt er: „Es ist schön, die ganzen Leute mal wiederzusehen.“ Er meint die Zuschauer des HC Aschersleben. Sie haben ihn aufgrund seiner immer freundlichen Art und seiner Spielweise geliebt, Kairis war in seinen drei Jahren in Aschersleben ein Publikumsliebling. „Das werde ich nie vergessen“, sagt er heute.

2014 für die HG 85 Köthen.
Foto: Bösener/Gehrmann


Heutzutage betonen viele Spieler, wie besonders es für sie wäre, mit ihrer jetzigen Mannschaft bei einem ehemaligen Verein zu spielen. Stromlinienförmige Aussagen, wie am Reißbrett skizziert, reihen sich dann aneinander. Bei Svajunas Kairis klingt das anders. Er spricht davon, dass er in Aschersleben „groß geworden“ ist, und davon, dass so eine Rückkehr für ihn auch ein „Ehrenkodex“ ist. „Ich habe ja nicht so oft die Möglichkeit, nach Aschersleben zu fahren.“ Er klingt ein wenig melancholisch, fast so, als bedauere er das.
Kairis und Aschersleben, es war eine gute Beziehung. Der Abschied nach Köthen damals, er hatte berufliche Gründe. Am Sonnabend kommt er zurück - und trifft auf viele alte Wegbegleiter. Darunter auch sein ehemaliger Trainer, Dmitri Filippov. Beide schätzen sich sehr, sprechen in den höchsten Tönen voneinander. „Unter ihm hat Handballspielen immer Spaß gemacht. Er hat so eine Nettigkeit und Freundlichkeit, mit ihm konnte man immer lachen, aber auch über ernste Themen reden oder ein Bier trinken: Er ist ein Mensch für alles“, sagt Kairis über Filippov.
Noch heute haben beide regelmäßig Kontakt, telefonieren miteinander oder schreiben sich. Eines war dabei zuletzt häufig Gesprächsgegenstand. „Ich habe Svajunas oft gefragt, wann er Trainer wird“, verrät Dmitri Filippov. Die Antwort darauf gab es Anfang Februar. Kairis, der im April 36 Jahre alt wird, übernimmt im Sommer das Traineramt in Köthen. Bodo Kreutzmann, der aktuelle Coach, will sich von da an nur noch auf seine Tätigkeit als Vereinspräsident konzentrieren. Svajunas Kairis reizt die Traineraufgabe, er verspürt große Vorfreude. Aber auch gewissen Respekt. „Man weiß ja nie, wie es wird“, sagt er. Filippov, klar, ist davon überzeugt, dass es gut geht.

...und so, wie es in der kommenden Saison aussehen könnte: Kairis als Köthener Trainer.
Foto:
Gehrmann/Bösener


Der verbissen ehrgeizige Sportler
Das Ziel für den neuen Coach wird es dann sein, den Verein zurück in die 3. Liga zu führen. „Aber jetzt“, sagt Kairis, „denke ich nur an diese Saison.“ Doch auch aktuell hat Köthen - ebenso wie Aschersleben - noch die Chance, am Ende Erster zu werden. Zumal der aktuelle Tabellenführer TuS Radis erklärt hat, dass ein Aufstieg für ihn nicht infrage käme (siehe „Radis von Realität eingeholt“). Svajunas Kairis geht aber dennoch davon aus, dass die HG 85 und der HC Aschersleben in der kommenden Saison in der Mitteldeutschen Oberliga aufeinandertreffen werden. Köthen befinde sich nach dem Drittliga-Abstieg in einem Übergangsjahr, die vielen jungen Spieler müssten noch viel lernen, erklärt er.
Und auch in Aschersleben hat sich noch niemand mit einem möglichen ersten Platz oder Aufstieg auseinandergesetzt. Svajunas Kairis hat aber einen Wunsch: „Vielleicht spielen Aschersleben und Köthen ja in drei bis fünf Jahren in der dritten Liga gegeneinander.“ Er würde es dem HCA gönnen. Und seinem ehemaligen Trainer. Und natürlich auch den ganzen Leuten, auf die er sich so sehr freut.
Im Laufe des Gesprächs kommt aber auch der verbissen ehrgeizige Sportler Svajunas Kairis durch. Der, der sagt, dass die HG 85 Köthen noch eine Rechnung mit dem HC Aschersleben offen habe, dass es am Samstagabend für eine Stunde keine Freunde geben würde. „Sie haben uns im Hinspiel zwei Punkte geklaut“, sagt er. Aschersleben gewann in Köthen mit 30:27.
Kairis humpelte damals übrigens im Laufe der ersten Hälfte von der Platte, der linke Oberschenkel zwickte: Muskelfaserriss. Mit einem dickem Verband versuchte er es zwar noch ein paar Mal. „Aber ich konnte keine Körpertäuschung und keinen Sprint machen“, sagt er. Dennoch hatte er sich in den Dienst der Mannschaft gestellt.
Aber so sei „Svaj“ ja schon immer gewesen, erzählt man sich. (mz)

Radis von Realität eingeholt
Der aktuelle Spitzenreiter wird auch in der kommenden Saison in der Mitteldeutschen-Oberliga spielen, ein Aufstieg in die 3. Liga kommt für TuS Radis nicht in Frage, das erklärte Präsident Wolfhard Mensch nun gegenüber der MZ. Er gab allein wirtschaftliche Gründe an, weshalb sich Vorstand und Wirtschaftsbeirat dazu entschlossen hätten: „Wir tragen die Verantwortung für den Gesamtverein. Die Realität hat die anfängliche Euphorie schnell abgelöst.“
Der Präsident hat Spielertrainer Steffen Fischer bereits über die Nichtmeldung informiert, in der kommenden Woche finden Gespräche mit den Spielern statt. Am Sonnabend empfängt TuS Radis den Zwickauer HC.
wildalligator am März 11 2016 17:09:18 · 0 Kommentare · 1008 gelesen · Drucken
Kommentare
Es wurden keine Kommentare geschrieben.
Kommentar schreiben
Bitte einloggen, um einen Kommentar zu schreiben.
Bewertung
Die Bewertung ist nur für Mitglieder verfügbar.

Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich, um abzustimmen.

Keine Bewertung eingesandt.
KurzNews
Statistik
Gäste Online: 1
Mitglieder Online:
Keine Mitglieder Online


Registrierte Mitglieder: 794
Neustes Mitglied: uniqas

Besucher Heute: 246
Besucher Monat: 29786
Besucher Gesamt: 2589407