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Das perfekte Spiel?
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

HCA besiegt HG Köthen

ASCHERSLEBEN/MZ - Martin Wartmann reflektiert. Es müsste schon einiges passieren, bevor man vom Kapitän des HC Aschersleben proletenhafte Sprüche über Zimmerlautstärke hören würde. Auch Fragen, die ihn vermeintlich aus der Reserve locken könnten, weiß der 32-Jährige souverän zu parieren. Er hat einfach zu viel gesehen und erlebt in seiner Karriere.
Am Samstagabend jedoch, einige Minuten nachdem der HCA die HG 85 Köthen mit 36:26 besiegt hatte, scheute er vor der Beantwortung einer Frage zurück, die ihm mit einem Mal ein bisschen zu groß zu sein schien. Ob der HC Aschersleben zur Zeit die beste Mannschaft der Mitteldeutschen Oberliga ist, wurde Wartmann gefragt. Er grübelte, reagierte ausweichend. „Taktisch und spielerisch sind wir unberechenbar“, sagte er. Allerdings war das nicht die Antwort auf die Frage. Also noch mal: Ist der HC Aschersleben zur Zeit die beste Mannschaft in der Mitteldeutschen Oberliga, Herr Wartmann? Er lächelte: „Das zu behaupten, würde ich mir nie anmaßen.“

Der HC Aschersleben konnte nach dem Derby gegen Köthen einen überragenden Sieg bejubeln.
Foto: Hartmut Bösener


Aschersleben, die andere Nummer
Nach dem Samstagabend könnte man allerdings mit Fug und Recht behaupten, dass es aktuell nun mal so ist. Die HG 85 Köthen war in der mit über 400 Zuschauern gefüllten Ballhaus-Arena zu Gast. Der Tabellenzweite. Eine Mannschaft, die die letzten acht Spiele allesamt gewonnen hatte. Also die aktuell vermeintlich beste Mannschaft der Liga. Vermeintlich.
Denn das, was der HC Aschersleben an diesem Abend gezeigt hat, lässt das Bild wechseln. Köthen war Aschersleben in allen Belangen unterlegen. „Die Spiele gegen die unteren Teams haben wir gewonnen“, sagte Köthens Rechtsaußen Christian Schöne mit Blick zurück auf die Serie, „aber Aschersleben mit den Fans hier im Ballhaus, das ist dann doch noch einmal eine ganz andere Nummer.“
Das Spiel des HC Aschersleben war Nahe an der Perfektion. „Vielleicht minimal ausbaufähig“, fand Martin Wartmann. Dmitry Filippov ist es gelungen, seine Mannschaft unglaublich gut auf Köthen einzustellen. Der Trainer meinte nach der Partie: „Wir haben heute eine Mannschaft gesehen.“ Es gab eigentlich nichts, was am Samstagabend nicht funktionierte. Torhüter Mantas Gudonis hielt überragend (53%-Quote), die Abwehr stand hervorragend, der Angriff lief flüssig und geduldig. Noch mal: Das alles, gegen eine Mannschaft, die zuvor acht Spiele in Folge gewonnen hatte. War es also das perfekte Spiel? Filippov huschte ein schelmenhaftes Jungengrinsen übers Gesicht: „Das kann ich erst sagen, wenn ich das Video gesehen habe.“
Köthen konnte die Partie, die wegen großem Zuschauerandrang einige Minuten später gestartet wurde, nur bis zur 17. Minute ausgeglichen gestalten. Nach dem 8:8 legte Aschersleben einen 7:0-Lauf hin. Die Gäste wirkten angeschlagen. Martin Lux zum Beispiel. Der Kapitän ließ sich nach einem Foulspiel von Pit Seifert gefrustet zu einer Tätlichkeit hinreißen. Es war Glück für ihn, dass die Unparteiischen den Kopfstoß überraschend nur mit einer Zeitstrafe bedachten. Es hätte durchaus Rot sein können.
Dass Svajunas Kairis bei seiner Rückkehr krankheitsbedingt nicht spielen konnte, war blöd für die HG. Doch auch mit Kairis hätte Köthen sehr wahrscheinlich nichts geholt. Aschersleben war einfach zu stark. „Wir hatten einen sehr, sehr guten Tag, Köthen einen sehr schlechten“, sagte Martin Wartmann. So einfach ist das scheinbar. Nach einem erneuten Lauf des HCA vom 26:20 (42.) zum 31:20 (52.) war die Partie übrigens frühzeitig und endgültig entschieden.

Ein Satz, wie eine Farce
Trainer Filippov konnte entspannt durchwechseln, jeder Feldspieler sich noch in die Torschützenliste eintragen. Im Endeffekt hat der HC Aschersleben die HG 85 Köthen deklassiert, auch wenn sich Martin Wartmann vehement weigerte, dieses Wort in den Mund zu nehmen. „Wir hatten einfach einen extremen Willen“, sagte der Kapitän. Und dann ist da ja noch dieser andere, ganz entscheidende Punkt: „Unsere momentane Verfassung.“

Die Linie gefunden

Aschersleben hat in den letzten zehn Spielen 16 Punkte geholt. Und nur mal gesponnen: Eine ähnliche Bilanz in den ersten zehn Spielen, und der HCA wäre aktuell Tabellenführer. „Wir haben unsere Linie gefunden“, sagte Dmitry Filippov nur. Er blieb gewohnt zurückhaltend. „Ich hoffe, dass wir mit dem heutigen Sieg den Klassenerhalt perfekt haben“, sagte der Trainer. Ein Satz, der an diesem Abend wie eine Farce klang.
Die Alligators sind jetzt Dritter, nur noch einen Pluspunkt hinter der HG 85 Köthen, drei hinter Spitzenreiter TuS Radis, den sie vor zwei Wochen geschlagen (29:25) haben. Drei Punkte also, und der HC Aschersleben wäre die beste Mannschaft der Mitteldeutschen Oberliga. Oder ist er das schon? (mz)
wildalligator am März 15 2016 17:29:35 · 0 Kommentare · 829 gelesen · Drucken
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