+++++ Alligators mit schmerzlicher Niederlage in Dresden +++++ HC Elbflorenz II vs. HCA 30:19 (12:9) +++++ Kommoß und Weber mit je 4 Treffern beste Torschützen +++++
Nur noch

;
Navigation
Startseite
Tabelle
Sponsoren
Monatsangebot
1.Herren
2.Herren
B-Jugend
C-Jugend
D-Jugend
E-Jugend
Minis F-Jugend
MITMACHEN

Hallenanfahrt
Eintrittspreise
News Archiv
WebLinks
Fotogalerie
Videos

facebook
KLUBKASSE
Impressum
Login
Username

Passwort



Noch kein Mitglied?
Klicke hier um dich zu registrieren.

Passwort vergessen?
Fordere Hier ein neues an
Gesänge im Kopf
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

ASCHERSLEBEN/MZ - Am 9. Mai 2015 spielen sich in der Ballhaus-Arena Szenen ab, die sich, wenn man sie aus nächster Nähe beobachtet, ins Gedächtnis einbrennen.
Das eigentliche Handball-Spiel ist schon weit über 15, ja vielleicht sogar 30 Minuten beendet. Sogar das Licht wird bereits gedimmt. Frank Seifert sitzt zu diesem Zeitpunkt noch in einer Ecke. Zusammengekauert, das Handy und Freundin Susi am Ohr. Er wirkt apathisch, sein Blick ist starr geradeaus, zu Pullover und Jeanshose trägt er Badelatschen. Nur wenige Minuten zuvor sitzt sein jüngerer Brüder Pit auf der Tribüne. Der Linksaußen, der auf dem Spielfeld immer etwas kapriziös wirkt, er weint an der Schulter von Freundin Anna. Der HC Aschersleben hatte gerade 34:35 gegen den Zwickauer HC verloren. In allerletzter Sekunde. Es war der scheinbare Abstieg.

Ein irgendwie böses Lächeln
Ziemlich genau ein Jahr sind diese Szenen mittlerweile her, seitdem ist viel Wasser den Bach heruntergeflossen. Aschersleben ist durch den Rückzug der HSG Gotha/Goldbach doch noch in der Mitteldeutschen Oberliga geblieben und hat eine starke Serie gespielt. Zwickau dagegen steckt wieder im Abstiegskampf. Wenn beide Mannschaften am Samstagabend (19 Uhr) in der Ballhaus-Arena am letzten Spieltag aufeinandertreffen, kann der HCA noch Meister werden und der ZHC noch absteigen. Ironie des Schicksals, nennt Pit Seifert das.
Wenn man mit dem 22-Jährigen über die Zwickauer spricht, passiert in seinem Gesicht etwas erstaunliches. Sein oft spitzbübisch wirkendes Lächeln weicht einem anderen. Einem, in dem man irgendwie etwas böses erkennt. Man sieht, dass es in ihm arbeitet. Seifert macht keinen Hehl daraus, dass er Zwickau nicht mag. In Zeiten, in denen Fairness teilweise glorifiziert wird, sagt er Sachen wie: „Es würde Laune machen, die runterzuschießen.“ Und: „Hauptsache, wir machen die fertig.“

Pit Seifert (r.) hatte in dieser Saison mehr Grund zum Jubeln als in der vergangenen Spielzeit.
Foto: Thomas Tobis


Eine hässliche Situation
Pit Seifert hat das, was damals passiert ist, nicht vergessen. Das Spiel, der letzte Wurf, natürlich, „das ist im Hinterkopf“, sagt er. Doch es ist noch viel mehr. „Immer wenn ich an Zwickau denke“, sagt er, „habe ich die Gesänge im Kopf.“ Man muss im Zusammenhang jetzt wissen, dass der ZHC seinen eigenen Klassenerhalt in letzter Sekunde damals nicht gerade defensiv gefeiert hat. Was legitim ist. Doch durch die Katakomben der Arena tönten auch Gesänge, deren Wortlaut zu explizit wäre, um ihn in einer seriösen Zeitung zu drucken.
Auch Frank Seifert erinnert sich noch gut an den 9. Mai 2015. Vor allem zur Zeit. „Ich denke da nicht jeden Tag dran“, sagt er, „aber jetzt, wo es soweit ist, dann schon.“ Seifert war im Februar 2015 überraschend vom Landsberger HV zum HCA zurückgekehrt. Er wollte helfen, den Abstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga zu verhindern. Im Rückblick klingt er aber noch immer so, als sehe er sich als Gescheiterten: „Ich habe damals die letzte Aktion verkackt.“ Er findet, er hätte den Zwickauer Torschützen Adam Krejcirik stoppen müssen. „Eine hässliche Situation“, sagt er dazu heute.

Wo das Herz hingehört
Mittlerweile spielt Frank Seifert wieder für Landsberg. Sein Handballer-Herz gehört aber weiter dem HC Aschersleben, seinem Heimatverein. Er hat die Entwicklung des Teams genau beobachtet, steht natürlich in regem Austausch mit seinem jüngeren Bruder Pit und seinem Vater Frank senior, dem Co-Trainer des HCA. Und als das Gespräch weg vom Zwickau-Spiel auf die aktuelle Situation Ascherslebens umschlägt, klingt seine Stimme auch deutlich fröhlicher.

„Keine Gnade“
Frank Seifert war überrascht, erzählt er, dass es am Anfang der Saison noch nicht ganz so rund lief für den HCA. „Aber ich war dann genauso überrascht, als ein Sieg nach dem anderen eingefahren wurde“, sagt er. Der HC Aschersleben ist vor dem letzten Spieltag Zweiter, nur einen Punkt hinter der HG 85 Köthen, die am Samstagabend gegen den HC Burgenland gewinnen muss, um Meister zu werden. „Das ist schon cool“, findet Seifert. Und mit einem eigenen Sieg, hätte der HC Aschersleben zumindest die Vizemeisterschaft sicher.
Dass es mindestens dazu kommt, davon ist Frank Seifert überzeugt. Zwar kann er das Spiel nicht live in der Halle verfolgen, doch er ist sich sicher: „Aschersleben wird gegen Zwickau gewinnen, da gibt’s keine Gnade.“ Auch Seifert weiß um die Ausgangslage, weiß, dass Zwickau, je nachdem was in der Abstiegsrelegation in der 3. Liga passiert (die MZ berichtete), noch absteigen kann. Aber auch er hat noch diese Gesänge im Kopf. „In Aschersleben kann Zwickau keine Hilfe erwarten“, sagt er, „dafür haben sie sich im letzten Jahr zu viele Feinde gemacht.“ (mz)

Hermsdorf hat es in der eigenen Hand
Der SV Hermsdorf kann sich am Samstagabend mit einem Heimsieg von allen übrig gebliebenen Sorgen verabschieden. Die Thüringer, die punktgleich mit Zwickau sind aber den direkten Vergleich gewonnen haben, empfangen den HSV Apolda und wären mit einem Sieg definitiv gerettet, unabhängig davon, was in der Drittliga-Abstiegsrelegation mit dem HSV Bad Blankenburg passiert oder der ZHC in Aschersleben macht.
Bereits am letzten Spieltag hatte sich Rot-Weiß Staßfurt gerettet. Das Team von Trainer Uwe Werkmeister kann dementsprechend entspannt in das letzte Spiel gegen Plauen-Oberlosa gehen.
wildalligator am Mai 07 2016 11:29:33 · 0 Kommentare · 1003 gelesen · Drucken
Kommentare
Es wurden keine Kommentare geschrieben.
Kommentar schreiben
Bitte einloggen, um einen Kommentar zu schreiben.
Bewertung
Die Bewertung ist nur für Mitglieder verfügbar.

Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich, um abzustimmen.

Keine Bewertung eingesandt.
KurzNews
Statistik
Gäste Online: 1
Mitglieder Online:
Keine Mitglieder Online


Registrierte Mitglieder: 794
Neustes Mitglied: uniqas

Besucher Heute: 1093
Besucher Monat: 34801
Besucher Gesamt: 2540802