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Interpretationssache
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

Nicolas Berends ist für seine Aufgaben eigentlich ein Stück zu klein. Dennoch hat er sich beim HC Aschersleben zum Leistungsträger entwickelt.

ASCHERSLEBEN/MZ - Ein Rückblick: Am Tag, als Nicolas Berends zum ersten Mal für den HC Aschersleben spielt, hat er schlicht und einfach Pech. Nicht weil er schlecht oder gar nicht spielt. Berends erzielt sogar ein Tor, Aschersleben gewinnt. Doch er wird an diesem Februarabend im Jahr 2015 ein wenig übersehen. Denn Berends’ erstes Spiel ist gleichzeitig auch wieder das erste von Frank Seifert junior, der nach einer halben Saison in Landesberg völlig überraschend zum HCA zurückkehrt. Und klar: Mit dem gebürtigen Ascherslebener, der zu diesem Zeitpunkt bereits alles mit dem HCA erlebt hatte, kann Berends nicht mithalten. Sein Wechsel vom USV Halle nach Aschersleben geht in der Wahrnehmung ein bisschen unter.
Nicolas Berends ist damals auch noch etwas schüchtern. Mit schmalen Schultern steht er nach der Partie gegen Oebisfelde in den Katakomben der Ballhaus-Arena und gibt der MZ sein erstes Interview. „Ich will mich im Männerbereich etablieren“, erklärt er damals. Und wirkt dabei verlegen.
Dienstagabend in der Sporthalle am Bestehornpark. Die Schultern sind breiter geworden, das verlegene Lächeln ist einem selbstbewussten gewichen. Nicolas Berends hat sich entwickelt. In der letzten Saison schon, klar. Doch in den ersten vier Spielen dieser Saison gehört der 19-Jährige zu den Leistungsträgern beim HC Aschersleben. Und das nicht nur im Angriff, in dem er mit bislang 19 Treffern zweitbester Werfer hinter Rechtsaußen Carsten Kommoß (24) ist. Sondern auch in der Abwehr, in der Berends teilweise sogar im Mittelblock deckt.

Nicolas Berends hat sich zu einem Leistungsträger beim HC Aschersleben entwickelt - sowohl in der Abwehr, als auch im Angriff.
Foto: Thomas George


Flexibel vorne, Beinarbeit hinten
Es ist eine beachtliche Entwicklung. Denn Nicolas Berends hat eigentlich nicht die gewöhnliche Statur eines linken Rückraumspielers oder eines Spielers, der im Mittelblock steht. Berends ist mit seinen 1,87 Meter eigentlich ein Stück zu klein. Im Normalfall sind Spieler dieser Kategorie über 1,90 Meter groß. Berends nickt, sieht es ähnlich. Doch: „Es ist immer eine Interpretationsfrage“, sagt er. „Ich mache alles ein bisschen anders.“
Im Angriff ist Nicolas Berends sehr flexibel. Er ist stark im Eins-gegen-Eins, hat aber auch die nötige Sprungkraft, um trotz seiner fehlenden Größe über einen Block werfen zu können. „Man weiß bei Nico nie, was er macht“, sagt Co-Trainer Frank Seifert senior. Und mit zunehmendem Erfolg wird Berends zunehmend unberechenbarer. Weil er sich mehr zutraut.
In der Abwehr macht Berends viel mit Beinarbeit. Die harte Klinge, die im Mittelblock manchmal ausgepackt werden muss, ist eigentlich nicht seine Sache. Er ist der, der die Rolle offensiver interpretiert. Es ist körperlich anspruchsvoller, gerade wenn man kleiner als die Gegenspieler ist. Berends ist immer wieder gezwungen, rauszutreten und abzusinken, rauszutreten und abzusinken. Das verlangt viel Kraft. „Es ist sehr intensiv, das merkt man im Spiel schon. Da braucht man auch mal Pausen.“ Doch die Aufgabe macht ihm Spaß. Weil er erfolgreich ist, in dem was er macht.

Der nächste Gegner: ein Koloss
Nicolas Berends hat natürlich auch davon profitiert, dass mit Mindaugas Veta (Litauen) und Marcel Popa (SV Anhalt Bernburg) zwei starke Rückraum- und Abwehrspieler Aschersleben im Sommer verlassen haben. Mit Frank Seifert junior kam nur ein Neuer dazu. Und nachdem sich Eric Straßburger im Auswärtsspiel in Freiberg das Innenband im Knie gerissen hat, war es nicht etwa der erfahrenere Jens Schmidt, der in der Vorwoche im Derby gegen Rot-Weiß Staßfurt neben Seifert im Innenblock begann, sondern der junge Berends. Trainer Dmitry Filippov bekam das Vertrauen mit einer blitzsauberen Leistung zurückgezahlt.
Wie lange Nicolas Berends seine aktuelle Form wird halten können, ist schwer abzusehen. Schwankungen wären in seinem Alter nur allzu normal. „Aber ich hoffe natürlich, dass ich die Form kompensieren kann.“ Und plötzlich ist da wieder dieses Lächeln, das damals, im Februar 2015, noch so verlegen gewirkt hatte, und jetzt so selbstbewusst ist. „Ich traue mir mittlerweile mehr zu“, sagt Berends.
Am Sonnabend (Anwurf 18 Uhr) spielt der HC Aschersleben beim Vorjahresdritten TuS Radis in Gräfenhainichen. Und da Straßburger der Mannschaft noch wochenlang fehlen wird, ist Nicolas Berends natürlich weiter einer derjenigen, die im Innenblock stehen werden. Einer seiner Gegenspieler ist dabei diesmal Kreisläufer Christian Telehuz. Ein Koloss, über zwei Meter groß, zwei Zentner schwer. Ein Problem? „Nein, das denke ich nicht“, sagt Berends, „wir teilen uns die Aufgabe, so dass wir auch das lösen können. Ich mache mir keine Sorgen.“ Es ist eben alles eine Frage der Interpretation. (mz)

Noch vier Teams ungeschlagen
Neben dem Spiel des HCA bei TuS Radis gibt es noch ein weiteres Duell zweier Teams aus Sachsen-Anhalt. Der Tabellenvierte HC Burgenland empfängt den Drittliga-Absteiger USV Halle, der am vergangenen Wochenende bei Aufsteiger Concordia Delitzsch seine erste Saisonniederlage einstecken musste. Noch ohne Niederlage sind bislang vier Mannschaften. Und alle treten am Wochenende gegeneinander an. Tabellenführer HC Glauchau/Meerane (6:1 Punkte) ist in Bad Blankenburg (4:0) zu Gast, der Zwickauer HC (5:1) empfängt die HG 85 Köthen (6:0).
Der HV Rot-Weiß Staßfurt ist nach der Derby-Niederlagen in Aschersleben bei der HSG Freiberg zu Gast.
wildalligator am Oktober 01 2016 05:25:24 · 0 Kommentare · 883 gelesen · Drucken
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