+++++ Alligators Mit Derbysieg +++++ HCA vs. HG 85 Köthen 33:31 (14:16) +++++ Starker Gudonis in der 2. Halbzeit +++++ Bester Werfer mit 8 Treffern P.Seifert +++++
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„Wir waren verwöhnt“
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

ASCHERSLEBEN/MZ - Alexander Weber ist überpünktlich. Das ist gut, denn es ist verdammt kalt an diesem Donnerstagmittag. Der 30-Jährige wartet bereits in einer kleinen Bäckerei im Zentrum Bernburgs. Er hat sich zwei belegte Brötchen und einen Milchkaffee bestellt. Interviewtermin mit der Mitteldeutschen Zeitung.
Seit 2012 trägt der Rückraumspieler das Trikot des HC Aschersleben. Sonnabend beginnt für ihn und den Rest des Teams von Coach Dmitry Filippov die zweite Saisonhälfte in der Mitteldeutschen Oberliga. Zwickau ist ab 18 Uhr im Ballhaus zu Gast. Die Vorbereitungszeit darauf war aufgrund der verlegten Pirna-Partie vom vergangenen Wochenende lang. Im MZ-Interview spricht Weber darüber, über die abgelaufene Hinrunde und die Zukunftsaussichten des HCA.

Herr Weber, die Vorbereitung nach der Weihnachtspause war so lang wie seit Jahren nicht. Fühlen Sie sich mehr vorbereitet, als je zuvor?
Weber: (schmunzelt) Naja gut, wir haben ja in den ersten drei, vier Einheiten nicht wirklich handballspezifisch trainiert. Sondern erstmal nur, um locker reinzukommen. Weil man sich über Weihnachten ja nicht so wirklich sportlich betätigt hat. Es war also sicherlich nicht schlecht. Aber wir hatten dagegen auch nicht das Spiel, was Zwickau hatte. Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, ist schwierig zu sagen. Aber sie hatten auf jeden Fall ein Spiel. Das heißt 60 Minuten Wettkampfbedingungen. Und wir hatten gar nichts.

Kurzum: Sie wissen aktuell nicht so richtig, wo sie überhaupt stehen?
Weber: Das will ich so nicht sagen. Aber wir müssen gewisse Abläufe erst einmal wieder reinbekommen. Da fehlt uns natürlich ein Spiel. Auch wenn der eine oder andere sagen mag, wir hatten mehr Zeit, zu regenerieren, denke ich, dass es eher ein Nachteil ist, dass wir nicht gespielt haben. Dass Zwickau sich einspielen konnte, sehe ich als Vorteil an.

Alexander Weber startet mit dem HC Aschersleben am Sonnabend gegen Zwickau in die zweite Saisonhälfte.
Foto: Sven Brückner


Vor gut einem Jahr sind Sie und Ihr Team auch gegen Zwickau in die zweite Saisonhälfte gestartet. Und haben das beste Halbjahr gespielt, seitdem Sie in Aschersleben sind. Ist das zu wiederholen?
Weber: Möglich ist alles. Aber wir sollten nicht vergessen, dass es auch schnell mal andersherum laufen kann. Man kann auch schnell mal fünf, sechs Spiele verlieren. Wir und unsere Zuschauer sollten nicht voraussetzen, dass wir wieder eine Siegesserie hinlegen. Klar ist es möglich. Aber ich denke, wir sollten schlau und auch erfahren genug sein, davon nicht auszugehen.

Liegt es auch daran, dass man sagen muss, dass die Mannschaft aufgrund der Sommerabgänge in dieser Saison weniger Qualität hat, als in der Rückrunde der Vorsaison?
Weber: Vielleicht. Aber man muss auch sagen, dass wir zum Beispiel mit Nico (Nicolas Berends; Anm. d. Red.) jemanden hatten, der einen enormen Sprung gemacht hat. Klar fehlt uns die Präsenz, die ein Volker (Mindaugas Veta; Anm. d. Red.) im Angriff und in der Abwehr hatte. Aber weniger Qualität würde ich nicht sagen. Ich finde vielmehr, wir haben uns als Mannschaft noch mehr gefestigt. Nur sollten wir zusehen, dass wir unsere Abwehr wieder so hinbekommen, wie sie im ersten halben Jahr und auch zu Beginn dieser Saison funktioniert hat.

Im Deckungsverbund hat sich im Laufe der aktuellen Saison personell nichts verändert. Wie kann man den Einbruch mitten in der Hinrunde erklären?
Weber: Das ist eine sehr gute Frage. Und wenn ich eine Antwort darauf wüsste, würde ich es Dima (Filippov; Anm. d. Red.) sagen. Im letzten Jahr war das Pirna-Spiel (16:31-Heimniederlage; Anm. d. Red.) der Knackpunkt. Wir haben eine riesengroße Reise bekommen, uns danach hinterfragt und unsere Abwehr umgestellt. Und das hat sofort gegriffen. Dazu kam mit Marcel Popa im Winter wer dazu, der auch Qualitäten in der Deckung hat. Allerdings haben wir qualitativ nicht wirklich was verloren, da wir ja mit Frank (Seifert jr.; Anm. d. Red.) einen überragenden Deckungsspieler dazubekamen.

Ist es eine Einstellungsfrage?
Weber: Sicher, Handball ist generell ein Einstellungssport.

Phasenweise hat man beim beim Zusehen den Biss vermisst, den die Mannschaft in der Rückrunde der Vorsaison ausgemacht hat.
Weber: Das möchte ich keinem unterstellen. Jeder von uns hat Bock zu gewinnen. Und nicht nur Bock, Tore zu werfen, sondern auch Tore zu verhindern. Weil das macht das Torewerfen einfacher. Ein Konter ist ein leichtes Tor. Bei uns waren es oft Nuancen, die gefehlt haben.

Kann so etwas davon kommen, dass man sich der eigenen grundsätzlichen Stärke zu sicher ist?
Weber: Kann durchaus sein, dass man der Annahme ist, dass es einfach funktioniert. So wie in der Rückrunde. Da war es ja egal, wer gespielt hat, es lief. Vielleicht waren wir uns nach dem vernünftigen Start zu sicher. Man muss aber auch sagen, dass wir nicht die Demontage bekommen haben, wie wir sie gegen Pirna bekommen haben. Wir haben jedes Spiel knapp gestaltet. Und es waren auch Spiele dabei, wo wir eigentlich nicht gut waren, aber trotzdem etwas Zählbares mitgenommen haben.

Haben sie sich davon vielleicht nicht auch blenden lassen?
Weber: Thema war es ja trotzdem, dass wir teilweise miserable Leistungen gebracht haben. Es hat nur nicht das Umdenken stattgefunden, wie es damals nach dem Pirna-Spiel stattgefunden hat. Und was man auch sagen muss: Wir waren als Spieler auf dem Feld auch verwöhnt von unseren Torhütern. Es war ja letztes Jahr egal, ob Mantas (Gudonis; Anm. d. Red.) oder Dino (Spiranec; Anm. d. Red) drin stand, einer von beiden war immer überragend. Und in diesem Jahr haben wir es unseren Torhütern oftmals schwer gemacht. Wir sollten davon wegkommen, davon auszugehen, dass wir immer einen Torhüter haben, der 20 Bälle hält. Das ist nicht immer so.

Obwohl sie am letzten Wochenende nicht gespielt haben, sind sie Fünfter geblieben. Ist das auch eine Art Gefahr? Denn wenn man genauer hinschaut, beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz trotzdem nur zwei Pluspunkte.
Weber: Das Problem ist: Wir lesen eine Tabelle immer von links nach rechts. Man sieht also zuerst die fünf, dann Aschersleben. Man sollte sich aber nicht von dem blenden lassen, was links steht, sondern auch nach rechts gucken. Und wir sollten alle nicht vergessen, dass in diesem Jahr vier Mannschaften absteigen. Es ist alles ziemlich schnelllebig in der Liga. Wir sollten frühzeitig in der Rückserie dafür sogen, dass dieses ganze Thema erst gar kein Thema für uns wird.

Abschließend mal noch zu Ihnen persönlich. Sie sind jetzt seit viereinhalb Jahren beim HC Aschersleben und haben in dieser Zeit eigentlich alles mitgemacht: Trainerwechsel, einen Abstieg, eine Insolvenz, einen Fast-Abstieg, Sie haben Spieler kommen und gehen sehen. Gibt es für Alexander Weber noch einmal einen anderen Verein?
Weber: Spontan würde ich sagen, dass ich das nicht beantworten kann. (lacht) Aber der Großteil der Mannschaft besteht ja schon seit Jahren, das spricht für Aschersleben. Sicherlich kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo man aus Altersgründen nachdenken muss. Das betrifft mich aber noch nicht. Bevor ich Aschersleben verlassen, müsste schon etwas gravierendes passieren. Mein erster Ansprechpartner ist, bleibt und wird so lange ich da bin immer der HCA sein.


Mit dem Zwickauer HC ist am Samstagabend ab 18 Uhr in der Ballhaus-Arena der aktuelle Tabellensechste und damit direkte Nachbar des HC Aschersleben zu Gast. Aschersleben und Zwickau verbindet eine interessante Geschichte. In der Saison 2014/15 sorgte der ZHC mit einem Sieg in letzter Sekunde am letzten Spieltag für den vermeintlichen Abstieg des HCA. Ein Jahr später drehte sich dieses Szenario und die Alligators schickte die Sachsen eine Liga tiefer. Beide Vereine blieben aber letztlich dennoch aus unterschiedlichen Gründen viertklassig.

Das Spitzenspiel des ersten Rückrundenspieltags bestreiten am Sonnabend derweil der Tabellenzweite und -vierte. Die HG 85 Köthen ist bei der TuS Radis zu Gast. Gewinnt Köthen, könnte Aschersleben mit einem eigenen Sieg auf Rang vier springen. Der HV Rot-Weiß Staßfurt ist derweil auswärts gefordert. Das Team von Trainer Uwe Werkmeister ist bei Concordia Delitzsch zu Gast. Der Tabellendritte HC Burgenland ist beim ESV Lok Pirna gefordert, Apolda empfängt Freiberg. (mz)
wildalligator am Januar 20 2017 16:38:19 · 0 Kommentare · 841 gelesen · Drucken
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