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Spielabbruch und Verwirrung
HANDBALL-BEZIRKSLIGA
VON TOBIAS GROSSE

Die Partie des HCA II endet, als nur zwei Spieler auf dem Feld stehen.

ASCHERSLEBEN/MZ - Kuriosum und große Verwirrung in der Handball-Bezirksliga. In der Partie zwischen dem HC Aschersleben und dem HV Wernigerode wurde am Samstagnachmittag beim Stand von 18:17 für die Gastgeber abgebrochen.
Aus einem Grund, der so auch für den Staffelleiter Steffen Kahmann „ein einmaliger Fall“ ist.
Nachdem es kurz hintereinander drei Zeitstrafen für den HCA II gegeben hatte, waren nur noch drei Feldspieler auf dem Platz. Im nächsten eigenen Angriff erhielt ein weiterer Akteur eine Zeitstrafe und Aschersleben war nur noch zu zweit. Daraufhin plädierten einige Spieler der Gastgeber, dass dies doch nicht gehe und es zu einem Spielabbruch führen müsse. Dies passierte dann auch unvermittelt in der 37.Minute.
„Da kein ersichtlicher Grund für diesen drastischen Spielverlauf gesehen werden konnte, wurde gegen diese Entscheidung der bis dahin gut agierenden Schiedsrichter Protest eingelegt“, gab der HC Aschersleben II auf seiner Facebookseite bekannt.
„Offensichtlich waren die Unparteiischen in dieser Situation überfordert und bewiesen wenig Fingerspitzengefühl. So fand eine bis dahin recht faire und sehr gute Partie ein jähes Ende, welches beide Mannschaften weder wollten noch verstanden“, hieß es in der Mitteilung weiter.“
Noch in dieser Woche ist mit einem Urteil zu diesem kuriosen Fall zu rechnen, erklärt Steffen Kahmann. „Es gibt da klare Regeln“, so der Staffelleiter, der auf Paragraf 19 der Rechtsordnung des Deutschen Handball-Bundes verweist. In diesem steht: „Für eine Mannschaft ist ein Spiel mit einem Torverhältnis von 0:0 als verloren zu werten, wenn sie einen Spielabbruch verschuldet.“
wildalligator am September 21 2017 11:20:48 · 0 Kommentare · 214 gelesen · Drucken
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