Aschersleben scheitert gegen DRHV
Geschrieben von SVS am Dezember 26 2012 16:27:28
DESSAU-ROSSLAU/ASCHERSLEBEN/MZ.
Emil Feuchtmann ist schon in Chile. Am Samstag setzte er sich mit seinem Bruder Erwin und Patricio Martinez in den Flieger. Ein Trainingslager steht in der Heimat an. Die Weltmeisterschaft, die vom 11. bis 27. Januar in Spanien stattfindet, ist das nächste Ziel der Chilenen des HC Aschersleben ...
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DESSAU-ROSSLAU/ASCHERSLEBEN/MZ.
Emil Feuchtmann ist schon in Chile. Am Samstag setzte er sich mit seinem Bruder Erwin und Patricio Martinez in den Flieger. Ein Trainingslager steht in der Heimat an. Die Weltmeisterschaft, die vom 11. bis 27. Januar in Spanien stattfindet, ist das nächste Ziel der Chilenen des HC Aschersleben.

Sie werden wohl etwas frustriert im Flieger gesessen haben. Einen Tag vor dem Abflug setzte es die höchste Niederlage der bisherigen Saison: 24:36 - und das ausgerechnet beim Dessau-Roßlauer HV. "Schlechter ging es nicht", sagte Emil Feuchtmann nach der Partie. Der HC Aschersleben führte nie, das 3:3 und 4:4 war das höchste der Gefühle. Ab der 14. Minute setzte sich der DRHV Stück für Stück ab. 4:7, 5:9, 7:13, 8:15 - es sah schon in der ersten Halbzeit nach einem Debakel aus. 10:18 lag die Mannschaft zur Pause zurück. Die Abwehr bekam keinen Zugriff. Armands Uscins, Robert Lux und Marco Hüls konnten schalten und walten, wie sie wollten. Die Ascherslebener Offensivbemühungen verpufften hingegen häufig. Es war zwar Bewegung im Spiel, aber Dessaus Defensivreihe hatte oft die passende Antwort. Emil Feuchtmann lobte dann auch den Gegner: "Der DRHV hat es gut gemacht, dafür müssen wir ihm gratulieren."

Im zweiten Durchgang konnte man die Hoffnung auf eine Aufholjagd schnell aufgeben. Nach 37 Minuten führte Dessau-Roßlau erstmals mit elf Toren (22:11). Nachdem Carsten Kommoß, Emil Feuchtmann und Erwin Feuchtmann jeweils beim Siebenmeterwurf gescheitert waren, hatte sich mit Alexander Weber doch noch ein Schütze gefunden, der sicher vom Strich traf. DRHV-Trainer Georgi Swiridenko gab früh seinen Ersatzleuten Spielzeit. An den Kräfteverhältnissen änderte das an diesem Abend aber nichts.

"Das war unser schlechtestes Spiel in dieser Saison", meinte Emil Feuchtmann. Bis zum nächsten Spiel hat der HC Aschersleben nun vier Wochen Pause. Die kommt sicher nicht ungelegen. Neu-Trainer Jörg Neumann muss nun schnell mit seiner Arbeit beginnen. "Ich hoffe, der Trainer macht das gut", sagte Emil Feuchtmann: "Wir brauchen das, wir brauchen Siege." Ascherslebens Chilenen und Neumann haben sich nur kurz einander vorgestellt. Die anstehende Weltmeisterschaft verzögert ein besseres Kennenlernen.

Die sportlichen Probleme beim HC Aschersleben wird Emil Feuchtmann in nächster Zeit wegdrücken. "Mit einem Sieg wegzufliegen, wäre natürlich besser gewesen", sagte er: "Aber der HCA und das Nationalteam sind zwei unterschiedliche Dinge. Ein Spieler muss vergessen können." Und nach vorne blicken.


ARTIKEL : MARCUS BRÄUER
FOTO : THOMAS TOBIS [Emil Feuchtmann und Martin Doldan (grün) vom HC Aschersleben wurden am Freitagabend vom Dessau-Roßlauer HV die Grenzen aufgezeigt]