Aschersleben unterliegt Leipzig und verliert Feuchtmann
Geschrieben von SVS am Januar 28 2013 16:38:56
LEIPZIG/ASCHERSLEBEN/MZ.
Es ist immer so eine Sache mit dem Auftakt nach Maß. Jörg Neumann hatte keinen. Auch wenn sich das der Trainer des HC Aschersleben in seinem ersten Spiel in neuer Verantwortung gewünscht hatte. Das Auswärtsspiel gegen den LVB Leipzig ging für die Alligatoren mit 29:33 verloren. Es bleibt bei elf mageren Punkten nach 17 Spielen - Abstiegsplatz.
Trotz der enttäuschenden Niederlage vermied es Jörg Neumann jedoch, auf dem Negativen herumzureiten. Vielmehr hob er die guten Ansätze der Mannschaft heraus. Und macht ihr und nicht zuletzt den Fans Mut, dass ...
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LEIPZIG/ASCHERSLEBEN/MZ.
Es ist immer so eine Sache mit dem Auftakt nach Maß. Jörg Neumann hatte keinen. Auch wenn sich das der Trainer des HC Aschersleben in seinem ersten Spiel in neuer Verantwortung gewünscht hatte. Das Auswärtsspiel gegen den LVB Leipzig ging für die Alligatoren mit 29:33 verloren. Es bleibt bei elf mageren Punkten nach 17 Spielen - Abstiegsplatz.

Trotz der enttäuschenden Niederlage vermied es Jörg Neumann jedoch, auf dem Negativen herumzureiten. Vielmehr hob er die guten Ansätze der Mannschaft heraus. Und macht ihr und nicht zuletzt den Fans Mut, dass es bald wieder bessere Zeiten an der Eine gibt. "Die Jungs haben sich über weite Strecken gut präsentiert. Es waren Kleinigkeiten, kurze Phasen, die zur Niederlage geführt haben", sagte Neumann.

In den ersten 16 Minuten war es ein ausgeglichenes Spiel (9:9). Aschersleben hatte sich geschickt auf die 6:0-Deckung der Sachsen eingestellt, war immer wieder in der Lage, Lücken im Mittelblock zu reißen und in diese zu stoßen. Doch dann lief sechs Minuten nicht mehr viel zusammen. Der LVB setzte sich auf 15:10 (22.) ab, in die Halbzeitpause ging der HCA mit einem 15:19-Rückstand. "Wir haben in dieser Phase zu viele leichte Fehler gemacht", haderte Neumann. Die luden Leipzig zu Kontern ein. Es kostete dann einige Energie, um diesen Rückstand wettzumachen, aber den Alligators gelang es. In der 44. Minute markierte Emil Feuchtmann mit einem Siebenmeter das 23:23. Die Partie war wieder völlig offen und schien zugunsten der Gäste zu kippen. "Aber dann wollten wir das Spiel zu schnell entscheiden", so Neumann.

Das ungestüme Spiel ging nach hinten los. Leipzig brauchte nur sechs Minuten und war wieder davongezogen (28:24, 50.). "Wir wollten zu schnell zu viel und haben uns nicht an das Konzept gehalten", gab Neumann als Gründe für die Niederlage an. Eine Einschätzung, die man auch in der Hinrunde häufig gehört hatte, damals noch von Gunter Funk.

"Ich habe den Spielern aber gesagt, dass ich nicht unzufrieden bin mit der Leistung", sagte Neumann: "Wir können darauf aufbauen. Die Spieler haben gesehen, dass sie erfolgreich sind, wenn sie sich an das Konzept halten." Neumanns Aufgabe wird es sein, seine Spieler dazu zu bringen, das Konzept durchzuhalten. Am besten schon beim Heimspiel am kommenden Samstag gegen Rimpar. Dann wird Patricio Martinez wieder dabei sein, der gegen Leipzig in Absprache mit dem Verein fehlte. Fehlen wird dann aber ein anderer Chilene. Erwin Feuchtmann verlässt den HCA. Der 22-Jährige wechselt zum rumänischen Spitzenclub SZKC Ordohei in die rumänische Erste Liga. "Das ist natürlich schade für uns, weil er ein wichtiger Spieler war", sagte Jörg Neumann: "Ich kann seine Entscheidung aber nachvollziehen." Feuchtmann spielt mit seinem neuen Club um die Meisterschaft und damit auch um den Einzug in die Champions League. Auch finanziell wird es lukrativer sein, als in der 3. Liga in Deutschland zu spielen. Damit scheint der Weg frei für eine Verpflichtung des kroatischen Rückraumspielers Davorin Prskalo, der zuletzt für die HG Saarlouis in der 2. Bundesliga auflief. "Wir müssen reagieren", sagte Jörg Neumann. Er ist zuversichtlich, dass der Verein in Kürze einen neuen Spieler präsentieren wird.

Der neue Trainer hat sein erstes Spiel verloren und verliert zudem einen der Leistungsträger - Es ist wirklich kein Auftakt nach Maß für Jörg Neumann.

ARTIKEL MARCUS BRÄUER
FOTO : GESINE PRÄGERT [Letztes gemeinsames Spiel: Emil Feuchtmann (Nr. 1) sieht seinem Bruder Erwin beim Torwurf zu. Erwin Feuchtmann wechselt in die rumänische 1. Liga zu einem Spitzenclub]