Übermut tut selten gut
Geschrieben von wildalligator am November 22 2016 13:30:51
HC Aschersleben "Alligators" A-Jugend
VON FLORIAN NUPNAU

ASCHERSLEBEN - Nach erheblichen Anlaufschwierigkeiten fand die HC Aschersleben A-Jugend doch noch ins Spiel und konnte überzeugen.
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HC Aschersleben "Alligators" A-Jugend
VON FLORIAN NUPNAU

Nach erheblichen Anlaufschwierigkeiten fand die HC Aschersleben A-Jugend doch noch ins Spiel und konnte überzeugen.

ASCHERSLEBEN - Nach den Ereignissen aus der Vorwoche in Gommern war einigen Spielern noch unter der Woche anzumerken, was geschehen war. Im Training sprach man immer wieder über den Spielverlauf dieser Partie. Es konnte immer noch keiner fassen, wie undankbar der Handballsport ist. Trotzdem wollte man beim heutigen Auswärtsspiel in Haldensleben wieder auf Punktejagd gehen.

Die Mannschaft aus Haldensleben - die zum Zeitpunkt Vorletzter war und nur einen Punkt aus vier Spielen gesammelt hatte - wollte gegen den HCA seinen ersten Saisonsieg einfahren. Die HCA-Jungs hingegen meinten aber schon bei der Erwärmung zu wissen „dies wird ein leichter Gang“ - jedoch sollten sie aber schnell eines Besseren belehrt werden. Aschersleben fand schwer ins Spiel, man ließ drei hundertprozentige Torchancen liegen und ermöglichte so Haldensleben eine relativ schnelle 2:0-Führung. Nach übermütiger Anlaufschwierigkeit fand man dennoch zögerlich den Weg ins Spiel, übernahm die Spielkontrolle, konnte aber den Tore-Abstand nicht vergrößern, Spielstand 9:10. Nach zwei Paraden des HCA-Torhüters und den darauffolgenden Toren, konnten sich die Alligators zum ersten Mal mit drei Toren absetzen, Spielstand 9:12. Leider war dann aber wieder die Chancenverwertung auf HCA-Seite so schwach, dass man den Vorsprung für sich nicht ausbauen konnte. Durch zwei vermeidbare Zeitstrafen (Foul und Meckern) spielte man dem Gegner den Ball zu, denn die doppelte Überzahl nutzen die Haldenslebener gut aus und kamen bis zum Halbzeitpfiff auf ein Tor heran - Halbzeitstand 13:14. Die Pause diente zur Fehleranalyse und es wurde daran appelliert, Chancen besser zu nutzen und endlich als Mannschaft aufzutreten. Die zweite Halbzeit startete wie die erste: der HCA ließ wieder drei hundertprozentige Chancen liegen und konnte sich nicht absetzen. Plötzlich ging wie durch ein Wunder ein Ruck durch die Mannschaft. Mit einem erstaunlichen 11:0-Lauf zog man auf 25:14 davon. Zu diesem Zeitpunkt Schock auf HCA-Seite – der Torhüter verletzte sich an der Hand, dass er noch während des Spiels ins Krankenhaus zur Untersuchung gebracht werden musste. Nun stellte man einen Feldspieler zwischen die Pfosten und Max Scholz machte seine Sache recht gut. In den letzten 10 Minuten des Spiels passierte nicht mehr viel, Haldensleben verkürzte noch einmal ein wenig, dennoch Endstand 32:24 für den HC Aschersleben.

Fazit: Nach einer sehr schwachen Vorstellung im ersten Durchgang konnten die HCA-Jungs in der zweiten Hälfte das Ruder noch einmal herumreißen und die Partie doch noch für sich entscheiden. Resümee aus dem Spiel: Den Gegner sollte man nie unterschätzen, egal ob er letzter oder erster ist. Im Training sollten die Fehler aufgearbeitet und an der Deckungsarbeit gefeilt werden, denn diese bereiten dem Trainerteam große Kopfschmerzen im Spiel.

Aschersleben spielte mit: Pascal Hoyer (TW), Pascal Diener (2), Jannik Fohrer (3), JonasGroße (3),
Florian Nupnau (14), Max Scholz (3), Niklas Schreiber, Adrian Traore, Felix Uhlig (7)

Zeitstrafen:
Haldensleben 3 (1x Rot)
Aschersleben 7

Siebenmeter:

Haldensleben 3 / 4
Aschersleben 4 / 6