Große Fußstapfen waren zu füllen
Geschrieben von wildalligator am Dezember 31 2016 09:27:21
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

ASCHERSLEBEN/MZ - Wie die Hinrunde für die HCA-Neuzugänge lief.
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VON TOBIAS GROSSE

Wie die Hinrunde für die HCA-Neuzugänge lief.

ASCHERSLEBEN/MZ - Eigentlich stand der Kader bereits im Juni. Der HC Aschersleben war mit den grundlegenden Planungen für die aktuell laufende Saison so schnell fertig, wie in den vergangenen Jahren eigentlich nie. Mit Marcel Popa verließ nur ein wichtiger Spieler den Verein, mit Frank Seifert jr. kehrte ein früherer Leistungsträger zu seinem Heimatverein zurück.
Dann allerdings Anfang August: Plötzlich hat der HCA zwei Baustellen. Mit Mindaugas Veta und Dino Spiranec verließen zwei wichtige Erfolgsbausteine den Verein. Veta, der schlaksige Linkshänder, nahm eine Stelle als Spielertrainer eines Erstligisten in seinem Heimatland Litauen an, und Spiranec, der ehrgeizige kroatische Keeper, wechselte zum Süd-Drittligisten SG Köndringen/Teningen.
Mit Torwart Jan Stein und – im Saisonverlauf – Tom Kaufmann kamen nach Seifert noch zwei Neuzugänge. Mittlerweile ist die Hinrunde vorbei. Die Mitteldeutsche Zeitung checkt, wie sich die neuen Krokodile geschlagen haben.


Frank Seifert jr.
Der erfahrenste und bekannteste Neuzugang des HCA. Seifert spielt bereits zum dritten Mal für seinen Heimatverein. Und er bringt das mit, was man sich von ihm versprochen hat: eine hervorragende Abwehrarbeit. Der 27-jährige gilt als Abwehrspezialist und ist diesem Ruf in der Hinrunde auch gerecht geworden. Seifert war der konstanteste Deckungsspieler, kann unheimlich gut antizipieren und die richtigen Entscheidungen – ob raustreten oder tief bleiben – fällen. Defensiv ist Seifert nicht schlechter als Abgang Popa, doch in der Offensive traut er sich trotz seiner Erfahrung noch zu wenig zu. Mitte der Hinrunde war Seifert wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit für zwei Spiele gesperrt.







Jan Stein
Der Torhüter hatte ein schweres Erbe. Stein, der zwei Wochen vor dem Saisonstart aus Staßfurt kam, musste die Fußstapfen von Dino Spiranec füllen. Der Kroate bildete gemeinsam mit Mantas gudonis das beste Torhütergespann der Mitteldeutschen Oberliga und zählte auch individuell zu den besten Keepern der vierten Liga. Jan Stein konnte aber in manchen Spielen durchaus zeigen, dass er ebenso Potenzial hat. Gegen seinen Heimatclub Staßfurt zum Beispiel hielt der 22-jährige überragend und auch im letzten Auswärtsspiel in Delitzsch überzeugte er im zweiten Durchgang.







Tom Kaufmann
Eine Einschätzung zu Tom Kaufmann ist noch nicht wirklich möglich. Der 19-jährige kam erst gegen Ende der Hinrunde vom Drittliga-Aufsteiger MTV Braunschweig und kam zudem noch zu keinem Einsatz für den HCA in der Mitteldeutschen Oberliga. Trainer Dmitry Filippov kennt den flexibel einsetzbaren noch aus seiner Zeit beim HV Wernigerode. Im Training konnte er sein Potenzial auf jeden Fall schon andeuten, allerdings muss Kaufmann vor allem im taktischen Bereich noch einiges lernen. Dafür hat er mit Kapitän Martin Wartmann allerdings auch einen perfekten Lehrmeister. Kaufmann hat, wenn er die die nötige Einsatzbereitschaft zeigt und auch damit klar kommt, momentan wenig zu spielen, auf jeden Fall das Potenzial, einen ähnlichen Weg wie Nicolas und Sascha Berends zu gehen, die sich in der Vergangenheit gut entwickelt haben.