Jetzt kommen die Derbys dran
Geschrieben von wildalligator am März 10 2017 16:20:56
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

ASCHERSLEBEN/MZ - Trainer Dmitry Filippov und der HC Aschersleben haben interessante Wochen vor der Brust.
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HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

ASCHERSLEBEN/MZ - Als Derby bezeichnet man gemeinhin ein sportliches Spiel von besonderem Interesse, besonders zwischen Mannschaften aus der gleichen Region.
Der HC Aschersleben hat in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga in den kommenden etwas mehr als zwei Wochen drei solcher Duelle. Es geht für die Mannschaft von Coach Dmitry Filippov ausschließlich gegen Mannschaften aus Sachsen-Anhalt.
Zunächst reist der HCA am Sonnabend nach Naumburg (HC Burgenland, Anwurf 19 Uhr), dann kommt Halle, bevor es am 25. März nach Köthen geht. Die Mitteldeutsche Zeitung stellt die kommenden drei Gegner vor.

Trainer Dmitry Filippov und der HC Aschersleben haben interessante Wochen vor der Brust.
Foto: Sven Brückner


HC Burgenland (11. März)
Burgenland ist aktuell Tabellenzweiter, hat sich diesen Platz am vergangenen Wochenende verdient. Der HCB hat sechs der sieben Rückrundenspiele gewonnen und zuletzt vom Patzer der HG 85 Köthen profitiert.
Die Mannschaft von Trainerin Ines Seidler gilt seit Jahren gemeinhin als eine der besten Mannschaften in der Oberliga - vor allem offensiv. Seidlers Team hat den mit Abstand besten Angriff der Staffel (635 Tore) und den mit Abstand besten Torschützen.
Der amtierende Torschützenkönig Kenny Dober hat bereits wieder 204 Tore erzielt und damit mehr als 50 Treffer Vorsprung auf den zweitplatzierten Sebastian Retting (153, Staßfurt). Doch der HCB liegt dem HCA auch ein Stück weit. Von den bisherigen fünf Duellen, seitdem Aschersleben 2014 in die Oberliga abgestiegen ist, hat der HCA drei gewonnen und nur eine Partie verloren.

USV Halle (19. März)
Das Hinspiel in Halle war über weite Strecken ein Krimi. Aschersleben trat enorm ersatzgeschwächt an, führte dann aber bis weit in die zweite Halbzeit beim Drittliga-Absteiger, nur um am Ende doch mit 29:32 zu verlieren.
Damals vor allem nicht zu stoppen: Halles Robin John. Der Rückraumspieler brachte das Team von Trainer Fabian Metzner mit sechs Toren in Serie Anfang des zweiten Durchgangs erst wieder in Schlagdistanz.
Doch der USV ist in fremden Hallen schwach. Haben die Saalestädter zu Hause erst einmal die Punkte geteilt und sonst jede Partie gewonnen, stehen auswärts erst zwei Siege bei acht Pleiten zu Buche.

HG 85 Köthen (25. März)
Das Ende der Derbywochen für den HC Aschersleben bildet das Duell in Köthen. Zudem ist es auch das Aufeinandertreffen zwischen dem amtierenden Meister (Köthen) und Vizemeister (HCA). Und für das Team von Coach Dmitry Filippov ist es auch ein Spiel, das bisher zumindest immer positiv endete.
Alle drei Oberliga-Partien seit Köthens Drittliga-Abstieg 2015 konnte der HCA für sich entscheiden. Und wenn sich beide Mannschaften in zwei Wochen gegenüberstehen, könnte es auch noch um Tabellenplatz drei gehen.
Aktuell hat der HC Aschersleben nur vier Punkte Rückstand auf die Mannschaft des ehemaligen HCA-Spielers Svajunas Kairis.


Spieltag

Nicht in den Kampf um den Klassenerhalt kann am bevorstehenden Wochenende der HV Rot-Weiß Staßfurt eingreifen - die Mannschaft von Trainer Uwe Werkmeister ist am 22. Spieltag nämlich spielfrei.

Ein scheinbar machbares Heimspiel steht unterdessen der HG 85 Köthen bevor - der derzeitige Dritte erwartet am Sonnabend den Vorletzten HSV Apolda. Im Hinspiel setzte sich das Team von Svajunas Kairis mit 26:19 durch.

Ebenfalls in eigener Halle ist der USV Halle gefordert. Der Tabellensechste hat den einen Rang besser positionierten SV Plauen-Oberlosa zu Gast. TuS Radis bestreitet das erste Duell nach seinem angekündigten Rückzug bei Glauchau/Meerane. (mz)