Des Dramas letzter Akt
Geschrieben von wildalligator am Mai 05 2017 13:00:20
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

ASCHERSLEBEN/MZ - Wie die MZ in einem Rückblick aufzeigt, ist das letzte Heimspiel des HC Aschersleben gegen Concordia Delitzsch ein Spiegelbild der ganzen Saison.
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HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

Wie die MZ in einem Rückblick aufzeigt, ist das letzte Heimspiel des HC Aschersleben gegen Concordia Delitzsch ein Spiegelbild der ganzen Saison.

ASCHERSLEBEN/MZ - Am Ende, nach 13 Spielen in der Ballhaus-Arena und einem in der Sporthalle am Ascaneum, steht die Bilanz von 20:8. Und das Fazit: Der HC Aschersleben hat eine gute Heim-Saison in der Handball-Oberliga gespielt - acht Mal zu Hause gewonnen, vier Mal die Punkte geteilt und nur zwei Partien verloren. Doch das Team von Trainer Dmitry Filippov hat seine Fans auch oft auf eine nervliche Probe gestellt. In gleich sieben Spielen gab es Spannung bis in die letzten Sekunden, der 22:21-Sieg im letzten Heimspiel der Saison gegen den NHV Concordia Delitzsch am vergangenen Sonnabend war nur des Dramas letzter Akt. Die MZ gibt einen Überblick über die Krimis beim HCA.

HSV Bad Blankenburg
Bereits das erste Heimspiel der Spielzeit war ein Vorbote für das, was kommen sollte. Gegen Liga-Topfavorit Bad Blankenburg bot Aschersleben eine gute Vorstellung und hätte bei besserer Chancenverwertung selber die Chance gehabt, zu gewinnen. So schien alles auf ein Unentschieden hinauszulaufen. Eigentlich. Doch drei Sekunden vor dem Ende verwandelten die Gäste einen Freiwurf zum 26:25-Sieg, der unhaltbar für Keeper Mantas Gudonis abgefälscht wurde.

SV Hermsdorf
Nach souveränen Heimsiegen gegen Staßfurt und Burgenland (Ascaneum) gab es Mitte November gegen das Schlusslicht die nächste Zitterpartie. Diesmal mit positivem Ausgang. Nachdem der HCA 60 Minuten eine höchstens durchwachsene Leistung geboten hatte, war es in letzter Sekunde Jens Schmidt, der einen intelligent ausgespielten Angriff gegen sich Unterzahl befindende Gäste zum 34:33-Siegtreffer nutzte.

HSV Apolda
Der letzte Auftritt vor heimischer Kulisse im Jahr 2016 war, laut damaliger Einschätzung von Eric Straßburger, nur „schmale Handballkost“. Der HC Aschersleben wirkte gegen Apolda nicht gallig genug für einen Sieg, musste am Ende zittern und konnte froh sein, dass die Gäste zu schwach waren um beim Stand von 31:31 mit ihrem Ballbesitz in den letzten 30 Sekunden etwas anfangen zu können.

Zwickauer HC
Im ersten Spiel 2017 in der Ballhaus-Arena gelang den Alligators in einer über weite Strecken niveauarmen Partie gegen Zwickau eine Aufholjagd. Mit 1:7 lag Filippovs Team bereits hinten, am Ende gab es ein 19:19. Mit ein wenig mehr Geschick im letzten Angriff hätte der HCA aber auch gewinnen können.

USV Halle
Im Sachsen-Anhalt-Duell Mitte März konnte Aschersleben am Ende von einem gewonnen Punkt sprechen. Zwar führten die Gastgeber in der Anfangsphase, doch Halle wurde im Verlauf der Partie immer besser und hatte in den letzten Sekunden die Chance auf den Sieg. Die Abwehr und der in der Schlussphase gute Torhüter Jan Stein konnten den letzten Wurf allerdings abwehren.

SV Plauen-Oberlosa
Ein Spitzenspiel, das den Namen verdient hatte. Sowohl der HCA als auch Plauen hätten die Partie am Ende gewinnen können, die letzte Chance allerdings hatten die Hausherren. Eric Straßburger verfehlte mit einem Freiwurf in der letzten Sekunde aus acht Metern nur haarscharf das Tor der Gäste aus Sachsen.

Concordia Delitzsch
Des Dramas letzter Akt. Und ein Spiegelbild der Heimspiel-Saison des HCA. Das Spiel zwischen dem Filippov-Team und dem Aufsteiger war nicht immer schön, aber spannend. 59:59 Minuten zeigte die Anzeigetafel an, als Pit Seifert letztendlich von Linksaußen mit einem scharfen Wurf in den Winkel traf und so den 22.21-Heimsieg Ascherslebens sicherstellte und die Fans aus der gut gefüllten Ballhaus-Arena mit einem guten Gefühl in den Sommer entließ.