+++++ Alligators mit Punktgewinn in Delitzsch +++++ NHV Concordia Delitzsch vs. HCA 23:23 (13:14) +++++ Starker Gudonis zwischen den Pfosten +++++ Sascha Berends mit 6 Treffern bester Torschütze +++++
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Alligators vergrätzen ihre Fans
ASCHERSLEBEN/MZ.
Wie vergeigt man innerhalb von 20 Minuten einen Zehn-Tore-Vorsprung? Falls diese Frage bisher noch in keinem Handball-Lehrbuch beantwortet wird - die Ascherslebener Alligators haben dieses Kapitel am Sonnabend geschrieben. In der Ballhaus-Arena spielten sie gegen den Tabellenletzten Kleenheim 34:34.
Der Zweitliga-Absteiger lieferte am Ende eine Demonstration dessen ab, wie man dem eigenen Co-Trainer den 52. Geburtstag verhagelt und das Publikum nach allen Regeln der Handballkunst vergrätzt. Dafür dürften die wenigen mitgereisten Fans der SG Kleenheim aus dem Lachen und Schenkelklopfen nicht mehr herausgekommen sein, hat sich ihre Mannschaft doch den ersten Saison-Punkt in einer fremden Halle verdient. Übrigens einen von insgesamt drei.

Die Auswirkungen in der Tabelle hielten sich zumindest am Sonnabend, als noch ein Sonntagsspiel und eine auf den 3. Dezember verschobene Partie unter Beteiligung von zwei derzeit abstiegsbedrohten Mannschaften - Coburg und Pohlheim - ausstanden, für den HCA in Grenzen. Man verbesserte sich vorrübergehend sogar auf Platz elf. Der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz (Pohlheim) betrug allerdings nur zwei Punkte.

HCA-Spielertrainer Ronny Liesche gab sich nach dieser Partie einigermaßen ratlos. Er müsse sich erst einmal das Video dieser Partie ansehen, um zu einer Analyse zu kommen. Ansonsten nur so viel: "Wir haben es wieder nicht geschafft, uns von äußeren Einflüssen freizumachen." Äußere Einflüsse? Damit könnte Liesche vielleicht den Auftritt der beiden Unparteiischen gemeint haben. Die hatten zwar offensichtlich und beileibe nicht ihren besten Tag erwischt - vergeigt haben den fest eingeplanten Erfolg aber seine Alligators und er selbst. Liesche muss sich beispielsweise die Fragen gefallen lassen, warum er - noch ohne Not - nach knapp zwei Dritteln des Spiels den Torwart ausgetauscht, sich selbst eingewechselt und es nicht geschafft hat, sein Team, als sich das Ungemach längst angekündigt hatte, noch einmal in die richtige Spur zu bringen. Zuletzt glich der Auftritt der HCA-Akteure dem eines vermaledeiten Hühnerhaufens, dem die Übersicht abhanden gekommen ist.

Dabei hatte aus Sicht der Gastgeber alles nach Plan begonnen. Das Schlusslicht aus Kleenheim geriet schnell in Bedrängnis und in einen deutlichen Rückstand. In der achten Minute hatte Carsten Kommoß per schnellem Angriff das 6:1 besorgt - nach 15 Minuten stand es 11:4, wobei Pit Seifert seiner Fantasie freien Lauf ließ und den Kleenheimer Keeper mit einer sehenswerten Finte zum Besten hielt. Und auch Torwart Ivan Szabo machte wieder einen guten Job. Während der folgenden zehn Minuten schlichen sich allerdings erste Nachlässigkeiten ins Spiel des HC Aschersleben. Wohl eine Folge des vermeintlichen Ruhekissens, dessen sich die Gastgeber schon sicher waren. Der 21:14-Halbzeitstand deutete jedenfalls weiterhin auf eine klare Angelegenheit für den HCA hin und wog nicht nur die Spieler, sondern auch die Ascherslebener Handballfreunde auf den Tribünen in Sicherheit. Eine halbe Spielstunde später sollten es alle besser wissen.

Zunächst blieb es - trotz zunehmender Fehlerquote- noch bei der drückenden Überlegenheit des HCA gegen einen schwachen Kontrahenten. Bis zur 38. Minute. Da stand es 27:17 und alles Weitere schien nur noch Formsache zu sein. Als der Vorsprung plötzlich zu bröckeln begann, wurde das noch geflissentlich übersehen. Erst beim Stand von 30:27, als noch sechs Minuten zu spielen waren, genehmigten sich die Ascherslebener eine Auszeit. Gebracht hat die nichts - Kleenheim schloss zum 32:31 (56.) auf, Carsten Kommoß setzte einen Siebenmeter an die Latte (59. Minute), Paul Otto kassierte fünf Sekunden vor Schluss Rot und der Kleenheimer Jörg Müller ballerte im letzten Augenblick den Ball zum 34:34 in die Maschen hinter HCA-Torwart Andreas Böhm. Dann war Schluss.

Während sich HCA-Chef Jürgen Arndt unmittelbar nach dem Spiel jeden Kommentars enthielt, war Co-Trainer Frank Seifert auch noch einen Tag später entsetzt: "Ich kann es immer noch nicht fassen, wie man in 20 Minuten zehn Tore einbüßen kann." Feststeht, die Alligators müssen sich nach vier verlorenen Punktspielen, plus einer Pokalniederlage, etwas einfallen lassen, wollen sie nicht auch noch das Kapitel "Wie steigt man am schnellsten von der 2. Bundesliga in die vierte Etage ab", schreiben.

Übrigens - irgendwie passte es an diesem Tag auch ins trübe Ascherslebener Handballbild, dass die kurz nach der Pause lautstark angekündigte Pressekonferenz ins Wasser fiel: Es haperte an einem Verlängerungskabel für die Lautsprecheranlage.

Aschersleben: Szabo, Böhm - Emil Feuchtmann (5), Kommoß (11 / 3), Böcker (4), Frank Seifert (1), Eicken, Kairis (2), Müller (2), Pit Seifert (4), Erwin Feuchtmann (4), Liesche, Eulenstein, Otto (1)

ARTIKEL : HARALD VOPEL
FOTO : SUSANNE THON [Auch Emil Feuchtmann (r.), hier im Duell mit Johannes Wohlrab, ließ diesmal einige Wünsche offen]
SVS am November 14 2011 09:55:22 · 0 Kommentare · 1518 gelesen · Drucken
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