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Ein Wunsch wird wahr
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

Für Nemanja Gojkovic geht mit dem Engagement beim HC Aschersleben ein Traum in Erfüllung. Der serbische Neuzugang muss nun integriert werden.

ASCHERSLEBEN/MZ - Nein, seine Vorliebe zu Deutschland versteckt Nemanja Gojkovic nicht. Ob es nun das Titelbild auf seinem Facebook-Profil ist, das das Wappen des FC Bayern München und ein Herz daneben zeigt, oder ob man ein Bild aus dem Mai vergangenen Jahres sieht, auf dem der serbische Neuzugang des HC Aschersleben mit einem Deutschland-Shirt posiert. Die Bundesrepublik hat es dem 22-Jährigen angetan.
„Ich habe schon immer die deutschen Tugenden gemocht“, sagt Nemanja Gojkovic. Ehrgeiz, Fleiß, Pünktlichkeit. Dinge, die den in Cacak, der mit knapp über 70.000 Einwohnern achtgrößten Stadt Serbiens, geborenen Mann beeindrucken. „Und ich habe daher auch immer versucht, so zu leben.“ Unumgänglich begann Gojkovic so natürlich auch den Sport in Deutschland zu verfolgen. Und wurde nicht nur Fan des Deutschen Fußball-Rekordmeisters in München. Vielmehr noch: „Es war immer ein großer Wunsch von mir, einmal in Deutschland zu spielen.

Beim „Megawoodstock“ war Nemanja Gojkovic noch in der Rolle des Zuschauers.
(BILD: ARCHIV/TOBIS)


“Kein „reiner Steinewerfer“
Ein Wunsch, der vor wenigen Wochen Kontur anzunehmen begann. Ende Juli wurde Nemanja Gojkovic auf Empfehlung des ehemaligen HCA-Trainers Miroslav Celic zum Probetraining nach Aschersleben eingeladen. Der Serbe trainierte einmal mit und verbrachte drei weitere Tage, an dem das „Megawoodstock“-Handball-Turnier stattfand, in der ältesten Stadt Sachsen-Anhalts. Die Verantwortlichen des HC Aschersleben waren sich fortan sicher: Gojkovic, bis dato bei RK Sloga in Pozenga unter Vertrag, soll die gewünschte torgefährliche Verstärkung im Rückraum sein. Und auch der Rechtshänder war überzeugt. „Ich habe mich gefreut, dass die Verantwortlichen mich haben wollten“, sagt er, „und ich wollte die Chance auch nutzen und Teil der Mannschaft werden.“
Der Traum vom Engagement in Deutschland erfüllt sich für Nemanja Gojkovic also in Aschersleben. In der Mitteldeutschen Oberliga. Wo es natürlich gewisse Erwartungen an den serbischen Neuzugang gibt. Denen er nach mehreren Trainingseindrücken anscheinend gerecht wird. „Nemanja“, findet Alexander Weber, „ist eine Bombe.“ Denn der 1,95 Meter große Rückraumspieler ist „nicht nur ein reiner Steinewerfer“, erklärt Weber. Also nicht nur wurfgewaltig. „Er ist auch spielerisch stark und ein guter Athlet.
“Die perfekten Voraussetzungen scheinen also gegeben. Die Zeit, die bis zum Saisonstart am 12. September gegen den SV Plauen-Oberlosa noch bleibt, dient der Integration. „Noch ist alles neu“, sagt Nemanja Gojkovic, „und ich muss mich erst noch an alles gewöhnen.“ Seit Donnerstag ist der Serbe in Aschersleben und lebt in einer Wohngemeinschaft mit Torhüter Dino Spiranec. Der Kroate ist es auch, der bei Gojkovic’ erstem Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung den Übersetzer spielt.
Zwar versteht der Neuzugang die deutsche Sprache und versucht auf dem Feld auch alle Anweisungen in Deutsch zu formulieren, ein längeres Gespräch ist ihm in seiner Muttersprache aber lieber. Eine Ausnahme macht er aber doch.

Deutschlehrer Spiranec
Wie sehr es ihm helfen würde, dass Dino Spiranec die gleiche Sprache spricht und ihm so die Integration erleichtert? „Viel“, sagt Nemanja Gojkovic und lächelt. Ein ehrliches Lächeln. „Es erleichtert schon sehr.“ Zumal der kroatische Torhüter dem serbischen Rückraumspieler auch dabei hilft, seine Deutschkenntnisse zu verbessern.
Mittlerweile 20 Jahre nach dem Kriegsende zwischen Serbien und Kroatien noch immer keine Selbstverständlichkeit. „Aber dass die beiden Länder gar nicht miteinander können, stimmt nicht“, erklärt Nemanja Gojkovic. Und zum Abschluss sagt der Neuzugang einen Satz, der bei allen aktuellen Debatten oftmals zu kurz kommt: „Wir sind doch alle Menschen.“ (mz)
wildalligator am September 02 2015 14:44:57 · 0 Kommentare · 1295 gelesen · Drucken
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