+++++ Alligators mit Derbysieg im Ascaneum +++++ HCA vs. HG 85 Köthen 30:23 (11:10) +++++ Starker Gudonis und der 7m-Killer Thäddy zwischen den Pfosten +++++ Pit Seifert mit 7 Treffern bester Torschütze +++++
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Dino Spiranec verabschiedet sich
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

ASCHERSLEBEN/MZ - Es passiert im Leben. Und zwar nicht nur einmal. Man steht vor einer Kreuzung und es gibt mehrere Möglichkeiten. Manchmal weiß man (oder glaubt es zumindest) ganz sicher, wohin es gehen soll, entscheidet schnell und biegt ab. Manchmal zweifelt man, holt Rat ein, wiegt ab, zögert und macht nur einen behutsamen Schritt. Und vor manchen Abzweigungen im Leben steht man. Und steht. Und steht. Und steht. Und macht keinerlei Anstalten, sich für einen Weg zu entscheiden.
Es ist erst wenige Wochen her, da stand Dino Spiranec vor so einer Kreuzung des Lebens. Der 26-jährige Handballtorhüter war noch im Heimaturlaub in Kroatien, als sich plötzlich ein Spielerberater bei ihm meldete. Ein Drittligist aus dem Süden Deutschlands würde einen neuen Torwart suchen. Einen potenziellen ersten Torwart. Und Spiranec, der im April noch seinen Vertrag beim HC Aschersleben um eine weitere Saison verlängert hatte, stand plötzlich vor dieser Kreuzung. Welche Abzweigungen nehmen? Die in Richtung Aschersleben oder die in Richtung einer neuen Herausforderung? Spiranec entschied sich schnell und bog ab. Nicht in Richtung Aschersleben.

Dino Spiranec wird künftig nicht mehr für den HC Aschersleben im Tor stehen. Sein Verlust wiegt schwer.
Foto: Archiv/Tobis


Traurig und gut
Dino Spiranec hat den HC Aschersleben verlassen. Zwar sind noch nicht alle Formalitäten geklärt, weshalb er den Namen seines neuen Vereins noch nicht nennen möchte, doch der kroatische Torhüter hat sich bereits am Montagabend von seinen nun ehemaligen Mitspielern beim HCA verabschiedet. Am Dienstagvormittag reiste er aus Aschersleben ab. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge. „Auf der einen Seite ist es traurig, auf der anderen Seite gut“, sagt Dino Spiranec.
Um die Hintergründe für Spiranec’ Wechsel zu verstehen, muss man Spiranec verstehen. Der Torhüter ist getrieben von seinem Ehrgeiz. Als er vor fünf Jahren nach Deutschland kam, war es sein Ziel, möglichst professionell Handball zu spielen. Über den SV Germania Borne, der ihn auf dem Internet-Videoportal YouTube entdeckt hatte, kam Dino Spiranec Anfang des Jahres 2014 nach Aschersleben. Er bildete mit Mantas Gudonis in den vergangenen beiden Spielzeiten eines der besten Torhüter-Gespanne in der Mitteldeutschen Oberliga, in der letzten Saison wahrscheinlich sogar das mit Abstand beste.
Doch darin liegt auch die Krux: Beim HC Aschersleben gab es keine klare Nummer eins. Die beiden Torhüter waren gleichstark und daher gleichberechtigt, Gudonis hatte nur einen Tick mehr Spielanteile.

Suche nach Ersatz stellt Trainer Dmitry Filippov vor Probleme
Natürlich hat auch der finanzielle Aspekt zu Spiranec’ Wechsel beigetragen. Er wird bei seinem neuen Verein ein vielfaches von dem verdienen, was er beim HCA verdient hat. So einen Schritt kann, so einen Schritt darf man niemandem verübeln. Dino Spiranec beschwichtigt aber, dass die Kohle nicht der Hauptgrund für seinen Abschied war. „Das ist für mich vielleicht die letzte Chance, Stammtorhüter in der 3. Liga zu werden“, sagt er. „Ich hätte das auch für das gleiche Geld wie in Aschersleben gemacht.“ Es ist der Ehrgeiz, der ihn antreibt. Immer höher spielen, immer mehr trainieren, immer weiter, immer weiter.
Der Verlust Dino Spiranec’ wiegt schwer beim HC Aschersleben. Der Verein ist zwar auf der Suche nach einem Ersatz, einen gleichstarken zu finden, scheint einen Monat vor dem Saisonstart allerdings unmöglich. Auch Trainer Dmitry Filippov sagte bereits, dass dem Verlust des Torhüters mehr Probleme anhaften, als dem Abgang von Mindaugas Veta, der den HCA ebenfalls kurzfristig verlassen hat und vor allem berufsbedingt in seine Heimat Litauen zurückgekehrt ist.

Ein kurzer Moment Wehmut
Spiranec geht freilich auch mit einem weinenden Auge. Er hatte eine schöne Zeit in Aschersleben, sagt er. Er hat viele neue Menschen kennengelernt, neue Freunde gefunden. Vor allem ein Mann hat bei ihm nachhaltig Spuren hinterlassen: Frank Seifert senior, der Co-Trainer des HCA. „Er hat uns immer alles ermöglicht, war immer da für uns“, sagt Spiranec, „für ihn tut es mir besonders leid.“ In seiner Stimme schwingt Wehmut mit.
Doch es ist nur für diesen einen kurzen Moment. Ansonsten klingt Dino Spiranec aufgeräumt. Er hat die für ihn logische Entscheidung getroffen. Er ist zügig abgebogen.
(mz)
wildalligator am August 10 2016 07:50:53 · 0 Kommentare · 1411 gelesen · Drucken
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