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Ende ohne böse Worte
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

Eric Straßburger wird den HC Aschersleben im Sommer verlassen.

ASCHERSLEBEN/MZ - Eric Straßburger ist ein Typ, der nie darum bemüht ist, etwas zu verschleiern oder zu beschönigen. So wollte er es auch diesmal nicht machen. Also griff der Kreisläufer des HC Aschersleben zu seinem Handy. Er wollte etwas „aus erster Hand“ verkünden. Straßburger wird den Verein verlassen.

Finanzielle Gründe
Der kräftige Kreisläufer und der HCA gehen ab 1.Juli nach drei gemeinsamen Spielzeiten getrennte Wege. Die Gründe dafür sind einfach: „Wir konnten uns nicht einigen“, sagt Straßburger und vermittelt dabei unmissverständlich, dass seine Entscheidung, keinen neuen Vertrag zu unterzeichnen, finanzielle Gründe hat. „Der Verein möchte weniger zahlen. Und steht für mich dann in keinem Verhältnis mehr.“
Nach MZ-Informationen muss der Handball-Oberligist in der kommenden Spielzeit mit einem kleinen fünfstelligen Betrag weniger auskommen, als in der zurückliegenden Saison. Das hat natürlich Auswirkungen, die Spieler haben Verträge zu geringeren Bezügen vorgelegt bekommen.
Alexander Weber, Martin Wartmann, Clemens Grafenhorst sowie Nicolas und Sascha Berends haben ihren Verbleib fest zugesagt. Straßburger ist der erste Abgang.
„Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt der 27-Jährige, der in Magdeburg lebt. „Aber ich wollte auch nicht ewig Herumeiern.“ Also entschied sich Eric Straßburger dafür, dass ihm vorliegende Vertragsangebot nicht anzunehmen und sich Stattdessen dem SV Eiche Biederitz in der Sachsen-Anhalt-Liga anzuschließen. „Alles ohne böse Worte“, betont der Kreisläufer.
Straßburger geht aber Freilich auch mit einem weinenden Auge. Er sagt sogar: „Ich hatte noch nie so viel Spaß am Handball, wie in diesen drei Jahren in Aschersleben.“ Er stellt dabei vor allem die Mannschaft und das Trainerteam heraus: „So eine Truppe noch mal zu finden wird schwer. Das war etwas ganz besonderes.“
Doch ist Handball-Oberliga logischerweise auch mit einem gewissen Aufwand verbunden. Für den Polizeibeamten, der auch im Bereitschafts- und Schichtdienst tätig ist, war das vor allem in der abgelaufenen Saison nicht immer leicht zu händeln, was auch dazu betrug, dass der Kreisläufer eine durchwachsene Saison spielte.

Auswärtsspiele im Wohnort
Bei seinem neuen Verein wird alles „ein bisschen einfacher“. Biederitz ist ein Nachbarort Magdeburgs, dazu sind in fünftklassigen Sachsen-Anhalt-Liga weitere drei Team aus der Elbestadt. Auswärtsspiele im Wohnort statt hunderte Kilometer entfernt.
Die Entwicklung des HCA wird Eric Straßburger weiter verfolgen und den Club in guter Erinnerung behalten. Mit einer kleinen Ausnahme, die er deutlich benennt: „Die Art und Weise, dass sich erst spät um die neue Saison gekümmert wurde, finde ich schlecht.“
wildalligator am Mai 18 2017 09:20:10 · 0 Kommentare · 1416 gelesen · Drucken
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