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Wenn ein Magdeburger Idol späht
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

Wie Yves Grafenhorst dem HC Aschersleben helfen soll.

ASCHERSLEBEN/MZ - Yves Grafenhorst hat im Handball eine exponierte Stellung. Vor allem natürlich in Magdeburg. Bereits in der Jugend spielte der heute 33-Jährige für den SCM. In der Spielzeit 2002/03 lief er dann zum ersten Mal für die Profis in der Bundesliga auf. Und zuletzt, Anfang Juni, beendete er nach 15 Jahren, gut 400 Bundesligaspielen und 1100 Toren seine Karriere.
Grafenhorst wechselt jetzt die Seiten und wird zur neuen Saison Co-Trainer von Bennett Wiegert sowie Nachwuchskoordinator. Er versucht zur Zeit aber auch, dem Oberligisten HC Aschersleben etwas unter die Arme zu greifen.
Die Geschichte dahinter sowie die Verbindung sind ganz einfach. Yves Grafenhorsts jüngerer Bruder Clemens spielt seit 2014 beim HCA – der seit Wochen eine Problemposition hat: den Kreis.
Nachdem mir Eric Straßburger und Jens Schmidt zwei Kreisläufer Aschersleben verlassen hatten, ist die Position derzeit von gelerntem Personal verwaist. Die Suche nach einem Nachfolger gestaltet sich nicht einfach. Darum hat der HCA nun die brüderlichen Kontakte zum Magdeburger Idol spielen lassen.
„Wir haben Yves gebeten, sich in Magdeburg ein bisschen umzuschauen“, sagt Frank Seifert senior, Co-Trainer, Vorstandsmitglied und Tausendsassa des Vereins.
Ob Yves Grafenhorst schon bis zur in knapp zwei Wochen startenden Vorbereitung auf die neue Saison in der vierthöchsten deutschen Handballliga einen Kandidaten erspähen kann, bleibt aber freilich erst noch abzuwarten.
Fest steht dagegen schon, dass der HC Aschersleben in der kommenden Saison seine Heimspiele wieder 19 Uhr austrägt. In der zurückliegenden Spielzeit war auf Wunsch der Mannschaft bereits immer 18 Uhr Anwurf.
„Wir haben das im Vorstand diskutiert“, erzählt Frank Seifert, „und sind zu dem Schluss gekommen, dass sich das, was den Zuschauerzuspruch betrifft, nicht gelohnt hat. Eger ist er zurückgegangen.“
Der HCA glaubt, mit dem späteren Start wieder mehr Fans ins Ballhaus locken zu können. Die dann am Besten auch einen neuen Kreisläufer sehen sollen.

BILD: Co-Trainer Frank Seifert sen.
wildalligator am Juli 04 2017 16:32:35 · 0 Kommentare · 1295 gelesen · Drucken
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